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THW Kiel THW Kiel will Revanche in Lemgo
Sport THW Kiel THW Kiel will Revanche in Lemgo
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07:22 20.05.2018
Von Alexander Holzapfel
Emil Frend Öfors (THW Kiel) trifft am Sonntag auf TBV Lemgo. Quelle: Sonja Paar (Archiv)
Kiel

Sechs Punkte aus den letzten drei Saisonpartien. So lautet das Ziel der Bundesliga-Handballer des THW Kiel. Los geht’s in Lemgo. Am Sonntag (12.30 Uhr, Liveticker auf KN-online) tritt der THW in der Lipperlandhalle an. Dort, wo es im vergangenen Jahr eine Woche nach dem Pokaltriumph eine bittere 30:34-Schlappe und damit die 20. Niederlage gegen Lemgo für den Rekordmeister gab.

Die Blau-Weißen spielen in dieser Saison so erfolgreich wie in den letzten fünf Jahren nicht. Gelingt den Kielern trotzdem die Revanche? „Es wird ein hartes Match“, sagt THW-Linksaußen Emil Frend Öfors, „der TBV hat eine gute Mannschaft und kann nach dem frühzeitigen Klassenerhalt befreit aufspielen.“

Rene Toft Hansen fehlt in Lemgo

Erneut müssen die Kieler auf Rene Toft Hansen verzichten, zudem gehen etliche "Zebras" wie Patrick Wiencek, der sich bei der ärgerlichen Derby-Niederlage gegen die SG Flensburg-Handewitt (25:29) einen Außenband-Anriss im Sprunggelenk zugezogen hatte, und Nikola Bilyk (Schulterprobleme) angeschlagen in die Partie.

Beim TBV wird Torhüter Peter Johannesson fehlen, der sich am Ellenbogen verletzt hat. „Der Klassenerhalt ist schon seit einigen Wochen gesichert, so dass uns der Ausfall sportlich nicht in Bedrängnis bringt. Das Wichtigste ist jetzt erst einmal, dass Peter die Verletzung ganz in Ruhe und vollständig ausheilen kann“, kommentierte TBV-Geschäftsführer Jörg Zereike das Saisonaus von Johannesson, dessen Platz im Kader der Youngsters-Torwart Mark van den Beucken einnehmen wird.

Zwölf Punkte brachten Sicherheit

Insgesamt können die Lemgoer befreit in die Partie gegen den Rekordmeister gehen: Nach der vergangenen Saison, in der man sich erst in letzter Sekunde mit einem Sieg gegen Gummersbach vor dem Abstieg rettete, hatte die junge TBV-Mannschaft in diesem Jahr frühzeitig den Klassenerhalt gesichert. Den letzten noch fehlenden Punkt holten die Ostwestfalen beim 24:24 im Derby gegen Minden Anfang April.

Die Basis zum frühzeitigen Klassenerhalt hatten die Blau-Weißen mit einem starken Start gelegt: Nur drei der ersten zehn Partien gingen verloren, zwölf Punkte aus diesen Spielen brachte Sicherheit. Mit drei weiteren Erfolgen im Dezember und zuletzt drei Partien ohne Niederlage wurde der Klassenerhalt dann zur erfolgreichen Formsache.

Bester Schütze des TBV ist Tim Hornke: Der Rechtsaußen, der in dieser Saison sein Nationalmannschafts-Debüt feierte, erzielte 164 Treffer (davon 76 Siebenmeter) und steht damit ligaweit auf Platz fünf. Sein Gegenüber Patrick Zieker liegt mit 104 Toren (3 Siebenmeter) in der Wertung des besten Feldtorschützen nur knapp hinter dem linken Rückraumspieler Tim Suton, der bisher 102 Mal traf.

Beim THW Kiel ist die Sorge groß, die Zebras könnten ihre 25. Saison in Folge im internationalen Geschäft verpassen. Momentan liegt der Rekordmeister in der Handball-Bundesliga nur auf Rang fünf. Doch der könnte am Saisonende sogar knapp für den Sprung in den EHF-Cup reichen.

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