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THW Kiel Zebras ließen im Pokal nichts anbrennen
Sport THW Kiel Zebras ließen im Pokal nichts anbrennen
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22:49 17.10.2018
Von Merle Schaack
Rune Dahmke und der THW Kiel waren den Leipzigern um Torwart Milos Putera in allen Belangen überlegen. Quelle: Sascha Klahn
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Kiel

Bei den Kielern war vor allem Torwart Andreas Wolff von Anfang an präsent – mit drei Paraden in drei Minuten, Während Patrick Wiencek und Harald Reinkind den THW mit 3:1 in Front warfen.

Erst danach fanden die Leipziger, die kurzfristig auf die Flügelzange Raul Santos (grippaler Infekt)/ Patrick Wiesmach (Knieprobleme) verzichten mussten, ins Spiel.

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Philipp Weber und Franz Semper sorgten für den 4:4-Ausgleich (8.). Eine Zeitstrafe gegen Maximilian Janke nutzten die Kieler, um sich wieder mit zwei Toren abzusetzen. Danach dominierten die Abwehrreihen. Leipzig ließ sich Zeit in den Angriffen, auch der THW spielte geduldig.

Nilsson drehte auf

Als das Spiel zäh zu werden drohte, brachte THW-Trainer Alfred Gislason Lukas Nilsson. Der Schwede, zuletzt erst erkrankt, dann formschwach, hatte offensichtlich etwas geradezurücken. Im Alleingang schraubte er den Spielstand von 9:6 auf 11:6 (21.), während Wolff im Tor Paraden gegen Lukas Binder, die im Rückraum eingewechselten Gregor Remke und Niclas Pieczkowski sowie Kreisläufer Alen Milosevic sammelte. Nun ging es leicht, nun ging es schnell. Das Ergebnis: Ein komfortabler Pausenvorsprung von sieben Toren.

Kleiner sollte er auch nicht mehr werden. Auch mit zuweilen sieben Feldspielern im Angriff fand oft nur Franz Semper auf der halbrechten Rückraumposition der Sachsen einen Weg durch die Kieler Abwehr. Defensiv waren die Leipziger zunehmend überfordert.

Einsatzzeit für alle Feldspieler

Vor allem Nilsson war kaum zu stoppen. Wie schon im ersten Durchgang traf er viermal – ohne jemals auch nur Pfosten, Latte oder einem der beiden glücklosen Torhüter Milos Putera und Rene Villadsen gefährlich nahe zu kommen. „Ich hatte einfach ein gutes Gefühl im Arm“, sagte er nach der Partie. „Und die Mannschaft hat mir toll geholfen.“ Bereits nach 40 Minuten beim Stand von 20:12 konnte Gislason mit Sebastian Firnahber und Gisli Kristjansson zwei Youngster einwechseln, um sie Spielpraxis sammeln zu lassen.

„Ich bin sehr zufrieden mit den Jungs“, sagte Gislason. „Die Abwehr stand gut, Andreas Wolff war überragend.“ Und auch die Fans bekamen ein Lob vom Trainer: „Riesenkompliment, das war eine super Stimmung.“

Wer Gegner des THW im Viertelfinale wird, entscheidet sich heute ab 16 Uhr bei der Auslosung in München, die Ex-Zebra Dominik Klein durchführen wird (live bei Sky Sport News HD).

Die Statistik

THW Kiel: Wolff (1. bis 60. Minute, 18/2 Paraden/1 Tor), N. Landin (n.e.) – Duvnjak, Reinkind 4, M. Landin, Firnhaber 2, Kristjansson 2, Wiencek 1, Ekberg 2, Rahmel 4, Dahmke 3, Zarabec 1, Bilyk, Pekeler 3, Nilsson 8. verletzt: Vujin (urol. Eingriff), Weinhold (Muskelfaserriss) - Trainer: Alfred Gislason (59).

SC DHfK Leipzig: Putera (1.- 20., 48.-60., 3 Paraden), Villadsen (21.-47., 4) - Semper 6, Jurdzs 1, Krzikalla 1, Binder 2, Janke, Pieczkowski, Roschek, Weber 9/3, Hellmann 1, Remke 1, Gebala 2, Milosevic, Neudeck (n.e.) - verletzt: Vortmann (Kreuzbandriss), Rojewski (Knie-OP), Santos (Infekt), Wiesmach (Knieprobleme) – Trainer: André Haber (32).

Schiedsrichter: Adrian Kinzel/Sebastian Grobe (Bochum) – Strafminuten: THW 6, Leipzig 6– Siebenmeter: THW 2/3 (Ekberg drüber), Leipzig 2/4 (Weber scheitert zweimal an Wolff) – Spielfilm: 2:1, 4:2 (6.), 4:4, 6:4, 8:6 (13.), 11:6 (21.), 14:7, 15:8 – 18:10, 19:11, 21:12 (41.), 24:15, 27:27 (50.), 29:21, 30:22, 31:23 – Zuschauer: 6033 in der Kieler Sparkassen-Arena.

Merle Schaack 17.10.2018
Merle Schaack 16.10.2018
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