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THW Kiel Weinhold geht zum THW Kiel
Sport THW Kiel Weinhold geht zum THW Kiel
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00:17 19.09.2013
Von Wolf Paarmann
Steffen Weinhold soll in Kiel die Nachfolge von Christian Zeitz antreten. Quelle: Klahn
Kiel

Klaus Elwardt bestätigte am Montag entsprechende Informationen von KN-online. „Wir haben Steffen schon seit Längerem beobachtet“, sagte der THW-Manager. „Mit seiner Spielweise passt er hervorragend in unser System.“ Der Linkshänder bestand am Montag den Medizincheck bei Mannschaftsarzt Dr. Detlev Brandecker, anschließend unterschrieb er einen Drei-Jahres-Vertrag. „Der THW Kiel ist für jeden Spieler der Welt eine spannende Aufgabe. Dieser möchte ich mich stellen und in meiner Entwicklung vorankommen“, erklärte Weinhold, der in der Bundesliga auch schon für die HSG Nordhorn und den TV Großwallstadt aktiv gewesen ist. „Mit der frühen Bekanntgabe meines Wechsels möchte ich klare Fakten schaffen und der SG Flensburg-Handewitt, der ich viel zu verdanken habe, die Möglichkeit einräumen, in Ruhe einen Nachfolger zu finden.“

Weinhold, der am Sonntag seine Mannschaftskollegen und Trainer Ljubomir Vranjes über den Wechsel informierte, tritt damit in Kiel das Erbe von Christian Zeitz an, der nach elf Zebra-Jahren im Sommer 2014 zum ungarischen Serienmeister MKB Veszprem wechseln wird.

Der in Fürth geborene Weinhold bestritt bislang 47 Länderspiele und wird in Flensburg auch regelmäßig als Mittelmann eingesetzt. Mit ihm, so der Plan der THW-Verantwortlichen, könne das Spiel des Rekordmeisters in der kommenden Saison noch flexibler werden. Mit Duvnjak, Weinhold, Aron Palmarsson, Filip Jicha und Rasmus Lauge stehen Trainer Alfred Gislason dann fünf Rückraumspieler zur Verfügung, die als Mittelmänner eingesetzt werden können.

Es ist dem 27-jährigen Weinhold zu wünschen, dass ihm in Flensburg nun nicht Ähnliches widerfährt wie in der vergangenen Saison seinem ehemaligen Teamkollegen Petar Djordjic. Im Spiel eins nach der Bekanntgabe seines Wechsels zum HSV Handball wurde der Rechtshänder von den eigenen Fans gnadenlos ausgepfiffen.

In Kiel ist die Freude dagegen groß, dass ein deutscher Rückraumspieler beschlossen hat, sich der großen Konkurrenz innerhalb der Zebraherde zu stellen. Was keine Selbstverständlichkeit ist, Nationalspieler wie Pascal Hens oder Michael Kraus lehnten den steinigeren Weg beispielsweise ab.  „Das zeigt, dass Weinhold ein selbstbewusster Spieler ist, der hart an sich und für den Erfolg arbeitet“, sagte Elwardt.