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THW Kiel Die Kiel Baltic Hurricanes rüsten nach
Sport THW Kiel Die Kiel Baltic Hurricanes rüsten nach
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17:22 06.08.2019
Von Merle Schaack
Canes-Neuzugang Markell Castle (von links) soll als Wide Receiver für mehr Variantenreichtum in Kieler Angriff sorgen. Mit ihm stieß auch Aaron Bruning zum Team, der ein Freund von Kiels Quarterback Jake Purichia aus gemeinsamen Uni-Tagen ist. Quelle: Ulf Dahl
Kiel

Wide Receiver Nate Hodapp, der sich seit dem Trainingslager im Frühjahr mit einer immer wieder aufbrechenden Oberschenkelzerrung herumplagte, verließ die Kiel Baltic Hurricanes und kehrte zurück in die USA. Auf der anderen Seite des Atlantiks stieg Markell Castle in den Flieger, um bei den Canes die Verantwortung auf dieser Schlüsselposition zu übernehmen.

„Wir haben mit Nate alles versucht, aber wir bekommen es nicht so hin, dass er zu 100 Prozent spielen kann“, sagte Head Coach Timo Zorn. „So konnte er nicht abrufen, was wir zuvor von ihm auf Video gesehen hatten.“

Oforis Ausfall verschärfte die Situation

Verschärft wurde die Situation auf der Receiver-Position durch die Verletzung von Kwame Ofori, der sich ebenfalls im Training eine Oberschenkelzerrung zuzog. „Die Entscheidung, Nate gehen zu lassen fiel uns sehr schwer. Er hatte sich großartig in die Mannschaft eingefügt und war selbst am frustriertesten“, sagte Zorn.

Am Mittwoch verabschiedete Hodapp sich von der Mannschaft. Am Donnerstag begrüßte das Team seine Neuzugänge, die fast direkt aus dem Flugzeug ins erste Training marschierten. Kein Problem für Markell Castle, der schon am Freitag sagte: „Die Jungs sind super, es fühlt sich schon an, als würde ich sie seit langer Zeit kennen.“

Zwei Kumpels wieder vereint

Auf einen echten alten Bekannten trifft Aaron Bruning in Kiel. Mit Canes-Quarterback Jake Purichia spielte er gemeinsam für die University of Indianapolis. „Als wir im Winter beide auf Vereinssuche waren, sind wir jeden Tag zusammen ins Fitness-Studio gegangen“, erzählt Bruning. Jetzt teilen sie gemeinsam mit Castle eine Wohnung in Kiel.

Schon im Winter waren die Canes mit dem 25-jährigen Bruning in Kontakt gewesen, hatten aber für die Defense bereits CJ Davis und Darin Hungerford verpflichtet. Mehr als zwei US-Amerikaner pro Team dürfen laut GFL-Statuten nicht auf dem Platz stehen. Bruning, der sowohl in der Offense als auch defensiv sowie in den Special Teams eingesetzt werden kann, soll also vor allem einspringen, wenn seine Teamkollegen Verschnaufpausen brauchen.

Markell steht für Explosivität

Timo Zorn ist jedenfalls zufrieden mit dem ersten Eindruck von seinen Neuzugängen. „Aaron ist sehr variabel einsetzbar und bringt eine große Physis mit“, sagt er. „Und Markell ist ein sehr explosiver Spieler. Das ist genau, was wir brauchen. haben wir nun wieder mehr Möglichkeiten variabler im Angriff zu agieren.“

Der 23-jährige Passempfänger Castle, der aus York in South Carolina kommt und für das Newberry College spielte, macht sich trotz hoher Erwartungen in ihn keinen Druck. „Das motiviert mich eher noch mehr. Ich will alles geben, um dem Team in der Situation zu helfen.“

Schon in Köln im Kader

Die Situation, das ist der vorletzte Tabellenplatz nach drei Niederlagen und einem Sieg in dieser Saison. Wollen sie eine Chance auf die Playoffs wahren, müssten die Kieler (2:6 Punkte) Teams wie den Potsdam Royals (4:4), den Berlin Rebels (2:6) oder eben den Cologne Crocodiles (4:8) gefährlich werden.

Wie oft die Neuzugänge schon am Sonnabend im Rückspiel bei den Cologne Crocodiles ins Spielgeschehen eingreifen werden, konnte Timo Zorn am Freitag noch nicht absehen. „In so kurzer Zeit können wir natürlich nicht das ganze Playbook hinbekommen. Aber sie werden eine Rolle spielen“, kündigte er an.

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