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THW Kiel THW Kiel heiß auf den ersten Titel
Sport THW Kiel THW Kiel heiß auf den ersten Titel
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19:24 01.04.2019
Von Tamo Schwarz
In der 6:0-Deckung gab es für Nikola Bilyk (hinten), Patrick Wiencek (li.) und Co. Verbesserungsbedarf. Zu oft kam Lukasz Rogulski (KS Azoty-Pulawy) am Kreis frei zum Wurf. Gegen die offensive Kieler Deckung fanden die Polen nach der Pause kein Mittel mehr. Quelle: dpa/Wojciech Pacewicz
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Kiel

Am Sonnabend (18.30 Uhr, Barclaycard Arena) trifft der THW Kiel dort zunächst im Halbfinale auf die Füchse Berlin. Im zweiten Semifinale stehen sich die TSV Hannover-Burgdorf und der SC Magdeburg gegenüber.

Zebras rücken international in die Rolle des Beobachters

International rücken die Zebras in die Rolle des Beobachters. Das EHF-Cup-Final-Four an der Förde am 17./18. Mai hat der THW bereits erreicht, kann sich nun zurücklehnen und abwarten, wer die drei Kontrahenten bei dem Event im eigenen Wohnzimmer sein werden. Mit der TSV Hannover-Burgdorf und den Füchsen stehen zwei weitere deutsche Teilnehmer im Viertelfinale, könnten dort allerdings auch direkt aufeinandertreffen. 

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Heute Viertelfinal-Auslosung im EHF-Cup in Wien

Heute um 11 Uhr wird das Viertelfinale in Wien ausgelost. GOG Gudme hat den Zug durch ein 31:34 in Granollers am Ende als schlechtester Gruppenzweiter doch noch verpasst. Im Kampf um die Tickets für die „Akquinet EHF-Cup Finals“ in Kiel trifft jeweils ein Gruppensieger (Füchse Berlin, Grundfos Tatabanya, FC Porto) auf einen Gruppenzweiten (Saint-Raphaël Var Handball, TSV Hannover-Burgdorf, Team Tvis Holstebro) – mit Ausnahme des Zweiten aus der eigenen Gruppe. Das heißt: Sollten Hannover und die Füchse nicht direkt gegeneinander gelost werden, treffen die Berliner auf die Dänen aus Holstebro, die Niedersachsen auf den portugiesischen Kontrahenten FC Porto.

In den nächsten sechseinhalb Wochen gilt die Aufmerksamkeit in Kiel allerdings erst einmal den anderen beiden Hochzeiten, auf denen die Zebras tanzen: Pokal und Meisterschaft. Richtig gelegen kam das (bedeutungslose) Spiel in Lublin nebst Reisestrapazen darum nicht. „Aber jetzt haben wir eine gute Woche Zeit, um uns auf die Füchse vorzubereiten. Ich freue mich riesig auf das Final Four. Es geht um den ersten Titel der Saison“, sagt Kreisläufer Hendrik Pekeler.

Zebras haderten mit ihrer 6:0-Abwehr

Der Erkenntnisgewinn des letzten Gruppenspiels bei einem im zweiten Abschnitt haushoch unterlegenen Gegner war gering. Lediglich defensiv musste das Gislason-Ensemble ein wenig den Ernstfall proben, haderte hinterher mit der eigenen Leistung im 6:0-Verbund, steigerte sich dafür umso mehr in der 3:2:1-Formation. „Nach der Anreise und in einem Spiel, in dem es um nichts mehr ging, war es schon schwer, fokussiert zu sein“, sagte Kapitän Domagoj Duvnjak. „Wichtig war, dass wir beide Abwehr-Formationen spielen konnten, dass wir zwei Systeme haben. Die 3:2:1 lief heute gut.“

Als vollends bedeutungslos wollte Spielmacher Miha Zarabec die Partie beim Tabellenletzten der Gruppe D ohnehin nicht abhaken: „Eine Woche vor dem Pokal-Final-Four ist so ein Spiel wie das gegen Pulawy ganz bestimmt keine Routine." Man habe, so der Slowene, „gesehen, wo noch Fehler zu beheben sind, zum Beispiel in der ersten Halbzeit in der 6:0-Deckung“. Und dann schob Zarabec noch hinterher: „Ich bin richtig heiß auf meinen ersten Titel mit dem THW.“ 

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Tamo Schwarz 31.03.2019
Merle Schaack 29.03.2019