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THW Kiel Pokal-Statistik spricht für den THW Kiel
Sport THW Kiel Pokal-Statistik spricht für den THW Kiel
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14:37 07.04.2019
Von Merle Schaack
Miha Zarabec und der THW Kiel wollen am Sonntag im Finale gegen den SC Magdeburg den DHB-Pokal und damit den ersten Titel der Saison holen.  Quelle: Sascha Klahn
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Hamburg

„Die Chancen auf den Pokalsieg stehen 50:50“, sagte THW-Torwart Niklas Landin kurz nach dem 24:22-Halbfinal-Sieg der Kieler über die Füchse Berlin, mit dem sie ihren 14. Finaleinzug im Pokal sicherten. Und sein Trainer Alfred Gislason mahnte: „Wir müssen sehr viel besser spielen als in den letzten Spielen gegen Magdeburg.“

Damit meinte der Isländer die beiden Bundesliga-Niederlagen in der laufenden Saison, mit denen der Kieler Traum von einer Meisterschaft in recht weite Ferne rückte. Tatsächlich hat der THW Kiel in den letzten Jahren gegen die Bördeländer keinen guten Lauf. Nur zwei der letzten sechs Begegnungen konnten die Zebras für sich entscheiden. Viermal siegte Magdeburg.

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Sechs Siege in neun Begegnungen

Die Pokal-Statistik indes spricht eine andere Sprache. Neunmal trafen beide Mannschaften in diesem Wettbewerb bereits aufeinander. Sechsmal jubelten die Kieler, dreimal die Magdeburger. Der letzte SCM-Sieg im Pokal gegen den THW Kiel ist allerdings schon eine Weile her: In der Saison 1995/1996 warfen die Sachsen-Anhaltiner den THW in der 5. Runde mit einem 23:19-Heimsieg aus dem Wettbewerb. Seitdem hat der THW Kiel im Pokal gegen den SCM einen Lauf: Die letzten fnf Begegnungen gingen an die Zebras. Zuletzt eroberten sie in der Saison 2016/2017 im Achtelfinale die Getec-Arena, wo sie sich knapp mit 22:21 durchsetzten.

So eng war nicht jede der Begegnungen der beiden Mannschaften. Den höchsten Pokalsieg über Magdeburg schaffte der THW Kiel in der Spielzeit 2007/2008 beim 44:27-Heimsieg in der zweiten Runde. Die höchste Niederlage fügte der SCM den Zebras gleich in ihrem ersten Duell in diesem Wettbewerb zu: 1992/1993 lautete das Ergebnis 21:14 für Magdeburg.

THW sieht sich nicht als Favorit

Zwar sehen die THW-Verantwortlichen die Kieler vor dem Endspiel am Sonntag nicht in der Favoritenrolle. „Es kommt Magdeburg zugute, dass wir uns nicht schonen konnten“, sagt zum Beispiel Alfred Gislason. Und auch Viktor Szilagyi, Sportlicher Leiter des THW Kiel, sagt: „Dass wir das spätere Halbfinale hatten, ist ein kleiner Nachteil für uns. Jede Stunde zur Regeneration ist unglaublich wichtig.“ 

Aber vielleicht können die Kieler sich ja auf eine weitere Statistik verlassen. Schließlich ist ihr Trainer-Duo im Final Four mit den Zebras bisher ungeschlagen. Ob Alfred Gislason und Filip Jicha heute ihren jeweils sechsten Pokal-Coup feiern, zeigt sich ab 15.10 Uhr. Hier geht es zum Liveticker.

Die „weiße Wand“ aus THW-Fans muss sich in der Halle jedenfalls auf lautstarke Konkurrenz einstellen. SCM-Trainer Bennet Wiegert rief nach dem Finaleinzug der Magdeburger die daheim gebliebenen SCM-Fans dazu auf, spontan nach Hamburg zu reisen und darauf zu hoffen, dass Berliner oder Hannoveraner Fans ihre Karten fürs Finale vor der Halle verkaufen.

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