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THW Kiel Ole Rahmel ist wieder auf der Jagd
Sport THW Kiel Ole Rahmel ist wieder auf der Jagd
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07:00 18.09.2018
Von Tamo Schwarz
THW-Rechtsaußen Ole Rahmel spielt sich frei. Quelle: Klahn/Nick Jürgensen
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Kiel

Der 28-jährige Linkshänder traf am Sonntag beim 34:20 gegen Aufsteiger SG BBM Bietigheim gleich neunmal, stand in der Start-Sieben und strahlte nach dem Abpfiff bis über beide Ohren. „Es ist schön, zu spielen, schön, anfangen zu dürfen und dann auch noch dank einer guten Mannschaftsleistung viele Chancen zu bekommen. Ich freue mich über meine gute Quote“, sagte Rahmel nach für ihn fast optimalen 60 Minuten. Die kamen eben irgendwie zufällig ganz passend in einer Phase, in der der Name Ole Rahmel in der vergangenen Woche zum plötzlichen Thema wurde.

Denn im Zuge der überraschenden Nachricht, der Österreicher Robert Weber würde im Sommer 2019 den SC Magdeburg verlassen, äußerte sich Viktor Szilagyi, Sportlicher Leiter des THW Kiel, eben auch zu seinem Personal auf dem rechten Flügel. Eine Entscheidung sei, so der 40-Jährige, noch nicht gefallen. Es habe bisher ein Gespräch mit Rahmels Berater gegeben. Bis Weihnachten solle möglichst für alle Seiten Klarheit herrschen. Ein Treuebekenntnis eine Sportchefs für seinen Schützling klingt anders. Und zudem dürfte der gebürtige Ostfriese angesichts eher überschaubarer Spielanteile zu Saisonbeginn nicht gerade in Jubelstürme ausgebrochen sein.

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Rahmel: "Als Trainer würde ich Niclas auch spielen lassen"

Doch Ole Rahmel wäre nicht Ole Rahmel, würde er seine Rolle und derzeitige Situation als Positionskollege des ein Jahr älteren Schweden Niclas Ekberg (Vertrag beim THW verlängert bis 2021) nicht ganz realistisch und gesund und im floskel-überhäuften Sportbusiness auch erfrischend umreißen: „Ich habe nun mal jemanden vor mir, der unser bester Spieler ist, der immer präsent ist, die beste Quote hat und eine tolle Performance zeigt. Ganz ehrlich: Als Trainer würde ich Niclas auch spielen lassen.“

In der Tat ist an dem Skandinavier nur schwer vorbeizukommen. Ekberg war in der Vorsaison mit 256 Treffern wettbewerbsübergreifend torhungrigstes Zebra, belegte im Bundesliga-Ranking mit 171 Toren Rang acht und bringt es mittlerweile seit 2012 auf 323 Einsätze und 1178 Tore im THW-Dress. Allerdings: Auch Ekberg zeigte im bisherigen Verlauf dieser Spielzeit ungewohnte Schwächen im Abschluss. Und Ole Rahmel (60 Spiele/78 Tore)? Der bleibt ganz gelassen: „Natürlich will ich auch immer spielen, ist ja klar. Es ist doch aber nichts passiert – ich habe von vier Spielen in der Bundesliga jetzt einmal durchgespielt, das finde ich akzeptabel. Mit mir wird fair und transparent umgegangen.“

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