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THW Kiel Zebras erst spät auf der Gewinnerspur
Sport THW Kiel Zebras erst spät auf der Gewinnerspur
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22:16 26.04.2017
Von Tamo Schwarz
Der THW Kiel kämpfte sich zurück auf die Gewinnerspur. Quelle: Fotostand / Weller
Göppingen

Die Spätschicht im Modelleisenbahn-Werk am Märklin-Standort Göppingen ist gerade beendet, als die Zebras ein paar Straßen weiter in der EWS-Arena irgendwie vom Gleis rutschen. Dabei lässt sich alles im Schwäbischen so gut an. Viel besser jedenfalls als beim letzten Mal, im September 2015 beim 21:29 (9:13), als dem Team von Trainer Alfred Gislason gerade einmal neun Treffer in der ersten Halbzeit gelangen. Das kann sich ja heute nicht wiederholen, denkt man sich so nach etwas mehr als acht Minuten.

Da hat Niclas Ekberg gerade das 5:2 für den Rekordmeister erzielt, der mit Steffen Weinhold in der Mitte und Marko Vujin (rechts) und Blazenko Lackovic (links) auf den Halbpositionen begonnen hat, bis zum 6:5 von Frisch Auf (15.) allerdings den Faden verliert.

Es entsteht ein offener Schlagabtausch. Der THW braucht Zeit, um in Bewegung, auf die Gleise, um Zugriff zu bekommen. Mit Christian Dissinger wird daraus zunächst nichts, also der nächste Wechsel, Nikola Bilyk versucht es in der Mitte zunächst mit Lackovic, dann mit Lukas Nilsson, dann wieder mit Lackovic. Am Ende dieses Hin und Her steht ein Kieler 14:16-Pausenrückstand.

So richtig nimmt das Unheil dann nach der Pause seinen Lauf. Der THW verheddert sich gegen den offensiven, flinken Frisch-Auf-Abwehrverbund mit dem Riegel aus Sesum, Manuel Späth und Fontaine. Plötzlich steht es 20:15 (38.). Kaum etwas klappt, also stellt Gislason noch einmal um, lässt Dissinger den Störenfried an der Spitze einer 3:2:1-Deckung mimen.

Das könnt’s sein! Von 16:21 (29.) verkürzt Kiel auf 22:23 (47.), verunsichert den EHF-Cup-Sieger zusehends. Dann die erste Führung seit der 24. Minute – Dahmke vollstreckt einen Tempogegenstoß (26:25/54.), nachdem sich Ekberg wieder mal einen Ball irgendwie geangelt hatte.

Brozovic könnte es entscheiden, scheitert aber an Prost (55.), doch Ekberg behält aus sieben Metern die Nerven (27:26/57.), Bilyk und der wieder überzeugende Marko Vujin legen nach (29:26/59.), bringen den THW in der Märklin-Stadt Göppingen – auf die Gewinnerspur.

FA GöppingenTHW Kiel 27:31 (16:14)

Frisch Auf Göppingen: Prost (1.-60. Minute/10 Paraden), Rutschmann (bei zwei 7m/1) – Kneule 4, Späth 3, Heymann n.e., Barud 1, Sesum 1, Fontaine 4, Kaufmann n.e., Berg n.e., Schiller 5/2, Pfahl 5, Halen 4.

THW Kiel: Wolff (1.-28. und ab 31. Minute/11 Paraden/1 Tor), Landin (bei einem 7m und ab 28./0) – Toft Hansen, Lackovic 2, Weinhold 3, Dissinger 1, Wiencek 1, Ekberg 7/4, Dahmke 4, Brozovic 1, Vujin 8/2, Bilyk 3, Nilsson, Santos n.e.

Schiedsrichter: Sebastian Grobe/Adrian Kinzel (Bochum) – Strafminuten: FAG 4 (Barud, Pfahl), THW 4 (Brozovic, Dissinger) – Siebenmeter: FAG 2/2, THW 8/6 (Ekberg an den Pfosten, Vujin scheitert an Rutschmann) – Spielfilm: 0:1, 2:1 (5.), 2:5 (9.), 6:5, 8:6 (17.), 9:9, 10:11 (24.), 13:11, 14:12 (28.), 15:13, 16:14 – 17:14, 20:15 (38.), 22:18, 23:23 (50.), 25:26 (54.), 26:29 (59.), 27:31 – Zuschauer: 5200 in der EWS-Arena in Göppingen.

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Tamo Schwarz 25.04.2017