Der Chelsea Chop

So lässt diese Schnitttechnik Ihre Stauden länger blühen

Zum Themendienst-Bericht vom 13. Mai 2022: Vielen Stauden ist der Chelsea Chop eine Hilfe, über einen längeren Zeitraum Blüten zu produzieren. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn - Honorarfrei nur für Bezieher des dpa-Themendienstes +++ dpa-Themendienst +++

Zum Themendienst-Bericht vom 13. Mai 2022: Vielen Stauden ist der Chelsea Chop eine Hilfe, über einen längeren Zeitraum Blüten zu produzieren. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn - Honorarfrei nur für Bezieher des dpa-Themendienstes +++ dpa-Themendienst +++

Bornhöved. Haben Sie schon mal vom Chelsea Chop gehört? Falls nicht: Diese Schnitttechnik mit langer Tradition im gartenvernarrten England ist ein Weg zu längerer Blüte – und zu einem buschigeren und verzweigteren Wuchs von Stauden. Ein großer Vorteil, denn vielen Stauden gelingt es sonst nicht zu ihrem Saisonhöhepunkt ohne Stütze aufrecht zu stehen.

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Und wie funktioniert die Schnitttechnik? „Dafür kürzt man Ende Mai einige Triebe bestimmter Staudenarten um etwa ein Drittel“, erklärt Svenja Schwedtke, Staudengärtnerin aus Bornhöved (Schleswig-Holstein). „Und das, obwohl sie schon Knospen ausgebildet haben.“ Sie fallen dem Schnitt aus gutem Grund zum Opfer: Die zurückgeschnittenen Triebe blühen später, als die beim Chelsea Chop ausgelassenen. Die Blütezeit der ganzen Staude wird damit um ganze vier bis sechs Wochen verlängert.

Was sollte ich beim Chelsea Chop beachten?

Der Chelsea Chop ist laut Svenja Schwedtke zum Beispiel bei diesen Stauden möglich: Sonnenhut (Rudbeckia / Echinacea), Phlox, Indianernesseln (Monarda), Hohe Fetthenne (Sedum telephium und spectabile) sowie Glattblatt- und Rauhblatt-Astern (Aster novi-belgii und novae-angliae).

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Es gibt zwei Wege zum Ziel: Entweder man entfernt einige Triebspitzen verteilt über die gesamte Pflanze, was insgesamt zu dichterem Wuchs und einer längeren Blüte der ganzen Staude führt. Oder man kürzt nur die äußeren Triebe ein. Dann wird die Pflanze in sich stabiler und fällt nicht so auseinander, wie sie es sonst vielleicht tun würde, erklärt Svenja Schwedtke. Dadurch kann man auf Stützen für die Stauden verzichten. „Und der kürzere Neuaustrieb verdeckt manche kahlen Stängel in der Pflanzenmitte.“

Ob Stauden entsprechend auseinanderfallen, hängt von den Sorten ab, kann aber auch eine Folge der guten Nährstoffversorgung des Bodens sein, so Schwedtke. „Ich würde die Pflanzen in meinem Garten beobachten, wie sie sich benehmen, und danach entscheiden, welche Chop-Variante man wählt.“

Warum heißt die Technik so?

Der Name der Schnitttechnik geht übrigens auch auf eine Tradition zurück: Die „Chelsea Flower Show“ ist ein Mekka für Gartenliebhaberinnen und -liebhaber im gleichnamigen Londoner Stadtteil. Da sie auch Ende Mai stattfindet, ist der „Chelsea Chop“ nach ihr benannt. Und „chop“ (sprich: tschopp) steht im Englischen für abschneiden oder kürzen.

RND/dpa

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