Politische Einflussnahme beim NDR?

Landesrundfunkrat Schleswig-Holstein prüft Vorwürfe am Standort Kiel

Hier beim NDR in Kiel muss der Landesrundfunkrat Schleswig-Holstein die Politik-Berichterstattung prüfen.

Hier beim NDR in Kiel muss der Landesrundfunkrat Schleswig-Holstein die Politik-Berichterstattung prüfen.

Kiel. Der NDR-Landesrundfunkrat Schleswig-Holstein hat eine umfassende Prüfung der Vorwürfe politischer Einflussnahme auf die Berichterstattung des Senders am Standort Kiel angekündigt. „Wir nehmen die erhobenen Vorwürfe sehr ernst“, sagte die Landesrundfunkratsvorsitzende Laura Pooth am Montagabend nach einer Sitzung des Kontrollgremiums für die Programmarbeit. Es dürfe „selbstverständlich keine politischen Filter“ geben, zitiert der NDR Pooth in einer Berichterstattung in eigener Sache.

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Die Vorwürfe richten sich gegen Führungskräfte des NDR Schleswig-Holstein. Laut Recherchen des Portals „Business Insider“ sollen sie im Sinne der Landesregierung unter anderem im Jahr 2020 Einfluss auf die Berichterstattung zum Konflikt zwischen dem zurückgetretenen Innenminister Hans-Joachim Grote und Ministerpräsident Daniel Günther (beide CDU) genommen haben.

Ergebnisse der Prüfung werden veröffentlicht

Der Landesrundfunkrat werde diese Anschuldigungen prüfen und „dort, wo es notwendig ist, externen Sachverstand hinzuziehen“, hieß es. Dabei würden sämtliche Beratungen und Beratungsergebnisse vertraulich gehalten. Nach Ende der Prüfung würden die Ergebnisse veröffentlicht.

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Unmittelbar vor der Sitzung hatte der „Stern“ online über einen Brief von 72 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landesfunkhauses in Kiel an die eigene Funkhausspitze berichtet. Darin werde eine „eine lückenlose und transparente Aufarbeitung aller Vorwürfe“ gefordert. Es werde erwartet, „dass alle Mitarbeitenden des NDR Schleswig-Holstein zeitnah und vollumfänglich über die weiteren Vorgänge informiert und am Aufarbeitungsprozess beteiligt werden“.

Von RND/dpa

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