Neue Auflage des Bestsellers

Mercedes GLC: Geländeaffines Kraftpaket mit Alltagsmanieren

Elegante Erscheinung in jedem Gelände: Mercedes-Benz GLC, hier in der Ausstattung  400 e 4MATIC.

Elegante Erscheinung in jedem Gelände: Mercedes-Benz GLC, hier in der Ausstattung 400 e 4MATIC.

Lladurs. Mercedes’ Bestseller in Neuauflage: Die Stuttgarter Autobauer stellten die neuen Generation des GLC in den Pyrenäen vor und muteten dem SUV im schicken City-Look gleich ordentlich was zu. Der neue Mercedes GLC musste zwischen Barcelona und den Pyrenäen wirklich zeigen, was er kann. Auf einem der härtesten Offroadparcours in Europa, auf Serpentinen, im Orts-, Stadt- und Autobahnverkehr.

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Noch kein Abschied vom Verbrenner

Gleich mit sieben Modellen tritt die neue Generation des GLC an: mit vier Mildhybriden und drei Plug-in-Hybriden. Als rein elektrische Variante gibt es ihn noch nicht, zu viele Kundinnen und Kunden, so heißt es, wollten noch nicht gänzlich Abschied nehmen vom Verbrenner. So wird wohl die Koexistenz zwischen GLC und dem elektrischen Bruder EQC noch eine Weile andauern.

Wir haben zwei Modelle ausprobiert: den Mercedes-Benz GLC 400 e 4MATIC sowie den Mercedes-Benz GLC 300 de 4MATIC. Der GLC 400 ist das Flaggschiff der Baureihe, ein Benziner mit zwei Motoren und einer Systemleistung von 280 kW/381 PS, der bis zu 130 Kilometer ausschließlich mit Strom fahren kann. Der GL 300 de ist mit 245 kW/335 PS etwas schwächer und das Dieselspitzenmodell. Seine E-Reichweite geht immerhin bis 128 Kilometer.

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Schafft er das wirklich?

Das Cockpit erinnert sehr an die C-Klasse, besonders gilt das für die schwarz-rote AMG-Ausstattungslinie. In der Mitte thront das Zentraldisplay. Wer drinnen sitzt, stellt schnell fest, wie still es im GLC ist. Da wurde noch mal ordentlich an Abrollverhalten und Dämmung gearbeitet – der GLC ist ein wirklich stummer Begleiter, sofern man sich nicht vom Burmester 3-D-Surround-Soundsystem beschallen lässt (gegen Aufpreis). Doch schon ohne Extras ist der GLC ein wirklich komplettes Auto.

Ins Gelände ging es mit dem 400 e – und auch der wirklich geübte, selbstbewusste Offroadfahrer wurde eingedenk des Terrains zum eher zurückhaltend Agierenden. „Schafft er das wirklich?“, lautete die still gestellte Frage an Auto und sich selbst, wenn wieder mal nur Baumwipfel zu erkennen waren oder der Untergrund nicht dazu ausreichte, alle Räder auf den Boden zu bringen. Instruktor und Maschine blieben gleichermaßen gelassen, und da die einzige leichte Nervosität vom Fahrer ausging, wuchs das Vertrauen in das Fahrzeug zusehends.

Hoch das Bein: Der Mercedes GLC beweist in den Pyrenäen maximale Geländegängigkeit.

Hoch das Bein: Der Mercedes GLC beweist in den Pyrenäen maximale Geländegängigkeit.

Die Allradlenkung lässt Abbiegen auf engstem Raum zu, die Luftfederung verschafft dem Fahrzeug eine höchst komfortable Bodenfreiheit – und so wühlt, zieht und schiebt sich der GLC am eigenen Schopf aus den absurdesten Offroadchoreographien. All das rein elektrisch – und all das mit einer Vielzahl äußert komfortablen Zubehörs wie etwa der „gläsernen Motorhaube“, die einen mittels etlicher Kamera- und Softwaretricks „durch“ das Blech schauen lässt, um so das Terrain im Blick zu haben.

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Natürlich trägt die unmittelbare Leistungsentfaltung des Elektromotors auch zur Geländegängigkeit bei. Es bedarf nur eines Hauchs von Gaspedalberührung – schon absolviert der GLC makellos und souverän all die natürlichen oder von Menschenhand angelegten Hindernisse und wirkt dabei so, als wolle er sein elegantes Kleid nicht durch profanen Staub beschmutzen.

Im Autofahralltag ist eine absolute Geländetauglichkeit natürlich nur für die wenigsten Berufsgruppen relevant – und auch nur eine Minderzahl derer, die es sich leisten können, fahren mit ihrem Fahrzeug durch wüstes Gelände voller Steine. Aber die Entwicklung von Techniken für spezifische Bedürfnisse kommt in der Fahrzeugentwicklung stets mit Verzögerung der Durchschnittsmasse zugute. Und Techniken wie die transparente Motorhaube dienen perspektivisch auch dem normalen Personenverkehr, etwa wenn es auf schlechten oder nicht asphaltierten Straßen darum geht, Schlaglöcher und andere Unebenheiten zu umfahren.

Blick auf die „transparente“ Motorhaube, mit der sich im Gelände Hindernisse entdecken und umfahren lassen.

Blick auf die „transparente“ Motorhaube, mit der sich im Gelände Hindernisse entdecken und umfahren lassen.

Fahrspaß trifft auf energiebewusstes Fahren

Was im Gelände gilt, das gilt natürlich auch auf der Straße. Auf den kurvigen Bergstraßen besticht die Allradlenkung durch schienenähnliche Präzision, beide getesteten Plug-in-Hybride sorgen für gleichermaßen Fahrspaß wie auch energiebewusstes Fahren, denn das „Segeln“, beschleunigungsloses Dahingleiten im D-Modus der Automatik, holt sich elektrische Reichweite zurück, wenn man geschickt fährt. Was die elektrische Reichweite anbelangt, liegt der GLS klassenübergreifend an der Spitze. Werte von an die 130 Kilometer lassen eine nachhaltige elektrische Fahrweise zu und vergrößern so auch die Akzeptanz in Richtung vollelektrischer Fahrzeuge. Eine Tatsache, die auch Jörg Bartels, Vice President Vehicle Integration, und Chefingenieur bei Mercedes-Benz, hervorhebt: „Damit lässt sich eigentlich das gesamte urbane Fahren rein elektrisch abdecken.“

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All das macht inklusive der üppigen, teilweise aufpreisträchtigen Assistenzsysteme, wie etwa dem Erkennen von Ortseinfahrten, scharfen Kurven oder Kreisverkehren, bei denen das Auto abbremst, bevor der Fahrer überhaupt die kommende Temporeduzierung im Blick hat, so viel Spaß, dass die Endgeschwindigkeit von 237 beziehungsweise 217 km/h gar nicht erst angestrebt wird. Abgesehen davon, dass das in Spanien auch zum kostspieligen Vergnügen würde.

Für alle Aufgaben gerüstet

Ob Flaneur auf den Boulevards Barcelonas, Luxusbegleiter auf der Autobahn, Reiseführer über Land oder Familienfahrzeug im heimischen Alltagsgebrauch: Der GLC scheint nach unseren ersten Eindrücken für alle Aufgaben gerüstet zu sein.

Ein so gelungenes Auto, dass Jörg Bartels beim Blick in die Zukunft übrigens gar nicht mehr an eine Optimierung des GLC zu denken scheint. „Also ich glaube, dass das ,next big thing‘ sicherlich alles ist, was sich rund ums autonome Fahren entwickelt. Und dann werden wir vielleicht in ein paar Jahren an einem Tisch sitzen, wo ich nicht mehr über Dynamik in Bergstraßen rede, sondern darüber, dass sie sich einfach ins Auto setzen und nach München fahren und sich um nichts mehr kümmern brauchen. Dann wird man als Hersteller auch über andere Innenraumkonzepte nachdenken müssen. Dann möchte man in dem Fahrzeug beispielsweise auch anders sitzen.“

 

Die Preise für den GLC beginnen beim GLC 200 4Matic bei 57.631,70 Euro

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