Impfquoten besonders in Afrika niedrig

Corona-Impfung: Wieso ist die Impfrate in einigen Ländern noch so niedrig?

Eine Krankenschwester verabreicht einem jungen Mann eine Impfung gegen das Coronavirus im Kisenyi Health Center in Kampala (Uganda). In Uganda sind nur 5,7 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft.

Eine Krankenschwester verabreicht einem jungen Mann eine Impfung gegen das Coronavirus im Kisenyi Health Center in Kampala (Uganda). In Uganda sind nur 5,7 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft.

New York. Die Corona-Impfrate bleibt in einigen Staaten noch immer hinter den Erwartungen zurück. Zumindest in den wohlhabenden Ländern liegt das vor allem an der Impfskepsis, aber anderswo gibt es nach wie vor noch andere Probleme wie fehlende Vakzine oder Gesundheitssysteme, die mit der Impfkampagne einfach nicht hinterherkommen.

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Die meisten Staaten mit besonders niedrigen Impfraten liegen in Afrika. Ende Februar waren in 13 afrikanischen Ländern weniger als 5 Prozent der Bevölkerung geimpft, wie Phionah Atuhebwe vom Regionalbüro der Weltgesundheitsorganisation in Afrika sagte. Weitere Staaten mit extrem niedriger Impfrate sind etwa der Jemen, Syrien, Haiti und Papua-Neuguinea.

Das Problem der Impfstoff-Verteilung

Während eines Großteils des vergangenen Jahres kamen Entwicklungsländer schlicht nicht oder kaum an Vakzin-Lieferungen. Reiche Staaten horteten Impfdosen und viele Länder verfügten nicht über Einrichtungen, um selbst Impfstoffe herzustellen. Die internationale Impfstoff-Initiative Covax kam bei der Vergabe von Vakzinen nur schleppend voran.

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Viele reiche Staaten hatten eigentlich vor, Impfdosen zu spenden, sobald ihre eigenen Bevölkerungen geimpft waren. Doch dann kam die Delta-Variante und später Omikron und für die Auffrischungsimpfungen brauchten sie die Impfstoffe wieder.

Es mangelt an Materialien und Vertrauen

Und es gab zusätzliche Probleme. „Das Hauptproblem unter Ländern mit niedrigen Impfraten ist schlechte Infrastruktur zur Verteilung von Impfungen“, sagte Dina Borzekowski, Direktorin der Global Health Initiative an der Universität Maryland in den USA.

Gespendete Impfstoffe werden zudem teils nahe am Verfallsdatum ausgeliefert, was wenig Zeit gibt, diese zu verteilen, sagte Sinhye Ha von der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen.

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Einigen Ländern mangelt es auch an Materialien wie Spritzen, um die Vakzine zu injizieren, oder an Möglichkeiten, um die Impfstoffe bei der richtigen Temperatur zu lagern. Von Desinformation und mangelndem Vertrauen in Regierungen befeuerte Impfskepsis ist ein weiteres Problem, das geringe Impfraten in einigen Ländern begünstigt hat, auch außerhalb der USA und Europas, sagte Atuhebwe.

RND/AP

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