Das Ende der Pandemie

Medizinhistoriker: Ukrainekrieg könnte Corona-Krise verdrängen

Maske tragen war und ist auch weiterhin Pflicht in Heikendorf. Nachdem zwei Corona-Fälle von Schülern an der Grund- und Gemeinschaftsschule der Gemeinde bekannt wurden, gilt die Maskenpflicht jetzt auch für Grundschullehrer während ihres Unterrichts.

Die Maske: Symbol der Corona-Krise.

Wie die Pandemie enden wird, hängt dem Medizinhistoriker Heiner Fangerau zufolge nicht nur daran, wie sich die Infektionsdynamik und das Coronavirus selbst entwickeln. Er glaube, dass es auch eine Rolle spiele, wie viel Aufmerksamkeit die Pandemie noch bekomme. „Es könnte sein, dass ausgerechnet Putins Angriff auf die Ukraine nun dazu führt, dass die Corona-Pandemie in den Hintergrund rückt, weil es eine andere Bedrohungslage gibt, die größer ist“, sagte der an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf ansässige Professor der „Hannoverschen Allgemeinen“.

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Fangerau sieht drei verschiedene Szenarien, wie die Pandemie zu einem Abschluss kommen könnte. Entweder die Weltgesundheitsorganisation erkläre die pandemische Lage für beendet. „Das ist die Sichtweise der Staatsverwaltung, wenn es die Behörden festlegen“, erklärte der Medizinhistoriker. Als zweite Möglichkeit komme in Betracht, dass die Infektionszahlen so niedrig sind, dass die Pandemie unter Kontrolle ist. Beim dritten Szenario stimme die Bevölkerung hingegen „mit den Füßen ab“. In diesem Falle nähmen die Menschen „einfach wieder ihr normales Leben auf.“

Am Ende werde man sich – so seine Prognose – „an eine gewisse Zahl von Toten gewöhnen, so wie wir uns auch an eine gewisse Zahl von Verkehrstoten gewöhnt haben.“ Fangerau hoffe aber darauf, dass die Gesellschaft die Corona-Pandemie zum Anlass nimmt, das Gesundheitsweisen besser aufzustellen.

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Noch viele Corona-Infektionen in Deutschland

Das Infektionsgeschehen in Deutschland ist weiterhin auf hohem Niveau. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist am Dienstag (1. März) allerdings erneut gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Dienstagmorgen mit 1213,0 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1238,2 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 1306,8 (Vormonat: 1206,2).

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 122.111 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.00 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche waren es 125.902 Ansteckungen. Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 235 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 306 Todesfälle.

RND/she

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