Weder Tests noch Quarantäne

Spanien behandelt Corona künftig wie Grippe

Obwohl auch in Madrid die Corona-Zahlen wieder steigen, macht Spaniens Hauptstadt ihrem Ruf als einschränkungsresistente Party-Hochburg wieder mal alle Ehre.

In Spanien soll das Coronavirus künftig wohl fast nur noch wie eine Grippe behandelt werden. Die epidemische Lage hat sich in Spanien, das zu Beginn der Corona-Pandemie besonders hart getroffen wurde, inzwischen sehr entspannt.

Madrid. Das bei Deutschen beliebte Urlaubsland Spanien behandelt eine Corona-Infektion künftig fast nur noch wie eine normale Krankheit ähnlich einer Grippe. Wer sich mit Sars-CoV-2 infiziert und keine oder nur leichte Krankheitssymptome entwickelt, kann weiter ein normales Leben führen. Weder ein Test noch häusliche Isolation sind noch Pflicht. Nur für gefährdete Personen gelten die bisherigen Auflagen weiter. Dazu gehören Menschen über 60 sowie solche mit einer Immunschwäche, außerdem Schwangere und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gesundheitswesens. Die Lockerung trat am Montag in Kraft.

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Entspannte Corona-Lage in Spanien

Damit sind von den einst einschneidenden Maßnahmen gegen die Ausbreitung von Corona in den meisten autonomen Gemeinschaften, die in etwa deutschen Bundesländern entsprechen, nur noch die Maskenpflicht in öffentlichen Innenräumen sowie in Bussen, Bahnen und Flugzeugen übrig. In Galicien gelten zwar noch die 3G-Regel - geimpft, getestet oder genesen - beim Betreten von Krankenhäusern und Seniorenheimen sowie Obergrenzen bei den Gästen pro Tisch in Gaststätten. Aber auch diese Einschränkungen enden zum 9. April.

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Die epidemische Lage hat sich in Spanien, das zu Beginn der Corona-Pandemie besonders hart getroffen wurde, inzwischen sehr entspannt. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag am Freitag bei 227 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner (Deutschland: mehr als 1756), nur 3,6 Prozent aller Krankenhausbetten sind mit Corona-Patientinnen und Patienten belegt. Knapp 85 Prozent der Bevölkerung haben eine Grundimmunisierung erhalten (Deutschland: knapp 76 Prozent). 51 Prozent haben zusätzlich eine dritte Impfung (Deutschland: gut 58).

RND/dpa

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