Vorsorge wichtig

Hautkrebs: Was sind die Risiken, und bei welchen Anzeichen sollte ich zum Arzt?

Lieber frühzeitig zum Hautarzt: Der untersucht die Haut bei einem Krebsverdacht mit einem Vergrößerungsglas.

Lieber frühzeitig zum Hautarzt: Der untersucht die Haut bei einem Krebsverdacht mit einem Vergrößerungsglas.

Etwa 275.000 Menschen erkranken laut Deutscher Krebshilfe jährlich in Deutschland an Hautkrebs. Auch bei Fußballprofi Manuel Neuer wurde in der Vergangenheit Hautkrebs diagnostiziert. Dreimal hatte er deswegen im Gesicht operiert werden müssen. Wie gefährlich ist Hautkrebs und wie erkennt man ihn?

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Was ist Hautkrebs?

Hautkrebs ist der Überbegriff für verschiedene Krebserkrankungen der Haut. Dabei wird zwischen schwarzem Hautkrebs und weißem Hautkrebs unterschieden, auf den die meisten Erkrankungen entfallen. Es gibt noch weitere Formen, die aber nur sehr selten auftreten.

Ist Hautkrebs tödlich?

Die häufigste Form von Hautkrebs ist laut der Deutschen Krebshilfe weißer Hautkrebs, bei dem es sich um ein Basalzell- oder ein Plattenepithelkarzinom handelt. Er bildet nur sehr selten Metastasen und ist in den allermeisten Fällen heilbar. Die Lebenserwartung verringert sich kaum. Gefährlicher ist der bösartige schwarze Hautkrebs, auch malignes Melanom genannt. Hierbei können sich Metastasen bilden, was bedeutet, dass sich der Krebs auf andere Organe ausweiten kann. Er kann dann tödlich verlaufen.

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Wie erkennt man Hautkrebs?

Bei malignen Melanomen handelt es sich meist um dunkle oder schwarze Flecken, die sich aber in ihrem Aussehen unterscheiden können. Sie können flach oder erhaben oder knotig sein. Ein Basalzellkarzinom sieht zu Beginn aus „wie ein kleiner, porzellanartiger Pickel, auf dessen Oberfläche winzige Blutgefäße zu sehen sind.” Im späteren Verlauf sinkt die Oberfläche in der Mitte ein, eine Mulde mit wallartigem Rand entsteht. Dort kann es immer wieder zu Blutungen kommen. Am sichersten wird Hautkrebs bei einer Untersuchung beim Hautarzt oder der Hautärztin erkannt. Ein Screening zur Vorsorge ist für alle gesetzlich Versicherten alle zwei Jahre kostenlos. Außerdem wird eine Untersuchung auffälliger Hautveränderungen bei Hautarzt oder Hautärztin von den gesetzlichen Versicherungen zu jedem Zeitpunkt übernommen.

Hautkrebs: Welche Risikofaktoren gibt es?

Der größte Risikofaktor ist laut der Deutschen Krebshilfe die Anzahl der nach der Geburt erworbenen Pigmentmale. Sonnenbrände in der Kindheit und Jugend erhöhen das Hautkrebsrisiko um das Zwei- bis Dreifache. Genetische Veranlagungen spielen ebenfalls eine Rolle: Wer helle Haut, rötliche oder blonde Haare, Sommersprossen und Sonnenbrandflecken hat, hat eine höheres Risiko, Hautkrebs zu entwickeln. Auch scheint es eine gewisse genetische Veranlagung zu geben: Ist bereits einmal ein Familienmitglied an Hautkrebs erkrankt, besteht eine statistisch erhöhte Wahrscheinlichkeit, selbst Hautkrebs zu entwickeln.

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Wie gefährlich ist das Solarium?

Auch Besuche in einem Solarium steigern das Hautkrebsrisiko deutlich. Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist die künstliche UV-Strahlung aus Sonnenstudios, ebenso wie die natürliche UV-Strahlung der Sonne, ein besonders krebsauslösender Faktor. Die UV-Strahlung bewerten Gesundheitsexperten- und expertinnen als ein gleichrangiges Risiko zu Tabak und Asbest. Die WHO rät von einem Solariumbesuch ab, insbesondere Menschen mit hellen Hauttypen. Für unter 18-Jährige ist das Sonnenstudio auch gesetzlich verboten.

Hautkrebsverdacht: Wann soll ich zum Arzt gehen?

Der Übergang zwischen Pigmentmalen und Hautkrebs ist fließend. “Sollte Ihnen irgendetwas verdächtig vorkommen oder zweifeln Sie daran, ob ein Muttermal gutartig ist, fragen Sie einen Arzt Ihres Vertrauens”, rät die Deutsche Krebshilfe, “am besten sofort.” Auf jeden Fall sollten Betroffene einen Arzt oder eine Ärztin aufsuchen, wenn sie überdurchschnittlich viele Pigmentmale haben. Auch wenn sich diese in Form, Farbe oder Größe verändern, sollte das abgeklärt werden.

Was untersucht der Arzt bei einem Hautkrebsverdacht?

Der Arzt oder die Ärztin untersucht die Haut gründlich. Verdächtiges Gewebe wird unter einem Mikroskop untersucht. Bluttests geben Aufschluss über den Allgemeinzustand des Betroffenen. Bei einem konkreten Verdacht können eventuell noch Ultraschalluntersuchungen durchgeführt werden, um festzustellen, ob sich in Lymphknoten oder anderen Organen Tochtergeschwülste gebildet haben.

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Diagnose Hautkrebs: Wie wird behandelt?

Weißer Hautkrebs wird in den meisten Fällen chirurgisch entfernt, kann aber auch durch eine Bestrahlung oder mit Medikamenten behandelt werden. Auch schwarzer Hautkrebs wird bei einer Operation entfernt. Je nachdem, ob und wie weit sich der Krebs ausgebreitet hat, können zusätzliche Behandlungen erforderlich sein. Wichtig sind in jedem Fall die Nachsorge und regelmäßige Kontrolluntersuchungen, da Hautkrebs wiederholt auftreten kann.

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