Zahlreiche Corona-Neuinfektionen: Seoul schließt erneut Schulen und Kitas

Wegen steigender Infektionszahlen stellen Seouls Schulen erneut auf Online-Unterricht um.

Wegen steigender Infektionszahlen stellen Seouls Schulen erneut auf Online-Unterricht um.

Seoul. Drei Monate nach der landesweiten Öffnung der Schulen in Südkorea wird im Großraum Seoul wegen des deutlichen Anstiegs der Corona-Infektionen wieder auf Online-Unterricht umgestellt. Das kündigte das Bildungsministerium am Dienstag an. Eine Ausnahme gilt demnach für die höchste Jahrgangsstufe der Oberschule, da sich die betroffenen Schüler auf die Reifeprüfung vorbereiten. In der Region um die Hauptstadt seien in den vergangenen zwei Wochen mindestens 193 Schüler und Lehrer positiv auf das Virus getestet worden. Auch die Kindergärten sollen vorübergehend wieder geschlossen werden.

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Zahl an Neuinfektionen steigt seit zwölf Tagen an

Die Zahl der Neuinfektionen war zuvor den zwölften Tag in Folge dreistellig gestiegen. Am Montag seien 280 neue Fälle mit dem Coronavirus festgestellt worden, teilten die Gesundheitsbehörden mit. Die Gesamtzahl kletterte auf fast 18.000. Bisher wurden offiziell 310 Todesopfer in Verbindung mit Sars-Cov-2 gezählt. Der Großteil der neu bestätigten Infektionsfälle entfiel auf Seoul, die umliegende Provinz Gyeonggi und die westliche Küstenstadt Incheon.

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Die Behörden befürchten, dass die Situation außer Kontrolle geraten könnte. Bisher kam Südkorea seit dem ersten registrierten lokalen Fall im Januar ohne einen flächendeckenden Lockdown aus. "Die Zahl der Cluster-Infektionen hat sich zuletzt erhöht, und das Tempo ist sehr hoch", sagte der Vizedirektor der Zentren für Krankheitskontrolle und Prävention, Kwon Jun Wook, nun.

Zahlreiche neue Infektionen gibt es unter Mitgliedern von Kirchengemeinden. In Verbindung mit der Sarang-Jeil-Kirche im Norden Seoul wurde den Angaben zufolge seit Anfang des Monats bei bisher 900 Mitgliedern das Virus nachgewiesen. Zuletzt hatten die Behörden die Regeln zur Vermeidung der sozialen Kontakte zuerst für den Großraum Seoul und später für das ganze Land verschärft. Unter anderem sind größere Versammlung verboten und Kirchen geschlossen.

RND/dpa

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