Stones-Freikarten-Affäre

Ex-Staatsrätin kommt vor Gericht

Foto: Die Rolling Stones, Ron Wood (l-r), Mick Jagger, Charlie Watts (verdeckt) und Keith Richards traten im September 2017 im Stadtpark in Hamburg auf.

Die Rolling Stones, Ron Wood (l-r), Mick Jagger, Charlie Watts (verdeckt) und Keith Richards traten im September 2017 im Stadtpark in Hamburg auf.

Hamburg. Die auch wegen Verleitung eines Untergebenen zu einer Straftat angeklagte 59-jährige Ex-Staatsrätin Elke Badde (SPD) war im Oktober 2018 in den einstweiligen Ruhestand versetzt worden. Zuvor hatten mehrere Medien berichtet.

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Laut Medienberichten hat die Staatsanwaltschaft bislang fünf Anklagen erhoben. Die Behörde selbst bestätigte auf Anfrage bislang lediglich vier Anklagen. Insgesamt gebe es 49 Verfahren gegen 52 Beschuldigte, sagte eine Sprecherin.

Laut Staatsanwaltschaft hatte die Ex-Staatsrätin Elke Badde zwei vom regulären Verkauf ausgenommene Tribünenkarten für die Rolling Stones in Hamburg einschließlich vergünstigter Gebühren für 357,50 Euro gekauft. Die Karten stammten demnach aus einem Kontingent von 300 Kauf- und 100 Freikarten, die der ehemalige Leiter des Bezirksamts Nord, Harald Rösler (SPD), vom Konzertveranstalter „verlangt“ habe, um sie „Freunden des Hauses“ anzubieten. Das Bezirksamt war für die Genehmigung des Konzerts zuständig.

Rolling-Stones-Karten wurden an Bekannte weitergegeben

Laut Anklagebehörde ging Badde nicht nur offensichtlich „ohne jegliche Nachfrage und Ausübung dienstlicher Kontrolle“ auf die Offerte ein. Vielmehr habe sie Rösler auch in einem zurückdatierten Schreiben nachträglich den kostenlosen Besuch des Konzerts gemeinsam mit seiner Ehefrau genehmigt, ebenso wie die Weitergabe von vier Freikarten an Bekannte.

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Im Baddes Fall prüfte das Landgericht, ob es wegen der besonderen Bedeutung des Verfahrens mit Blick auf das öffentliche Interesse zuständig ist. Es entschied nach Angaben des Gerichtssprechers jedoch, dass die Anklage vor dem Amtsgericht zugelassen wird.

Von dpa

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