Durchsuchungen

Großeinsatz in Hamburger Wohnhäusern wegen Verdachts auf Ausbeutung

Mehr als 100 Behördenmitarbeiter, Zollbeamte und Polizisten haben am Donnerstag zwei Wohnhäuser in Hamburg wegen einer möglicherweise unzulässigen Belegung überprüft.

Mehr als 100 Behördenmitarbeiter, Zollbeamte und Polizisten haben am Donnerstag zwei Wohnhäuser in Hamburg wegen einer möglicherweise unzulässigen Belegung überprüft.

Hamburg. Mehr als 100 Behördenmitarbeiter, Zollbeamte und Polizisten haben am Donnerstag zwei Wohnhäuser in Hamburg wegen einer möglicherweise unzulässigen Belegung überprüft. Gleichzeitig wurde dem Verdacht der Ausbeutung von Bewohnern und überhöhter Mieten nachgegangen. Ziel der sogenannten Aktionstage ist es, den Hinterleuten von organisiertem Sozialleistungsmissbrauch auf die Schliche zu kommen, wie die Sozialbehörde mitteilte.

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In dem durchsuchten Wohnhaus in Barmbek-Süd sei ein Gebäudeteil mit Betten belegt gewesen, der gar nicht zum Wohnen vorgesehen sei. Zimmer und teils einzelne Betten wurden demnach zu hohen, womöglich den Tatbestand des Wuchers erfüllende Summen vermietet. Daher könne ein illegaler Beherbergungsbetrieb vermutet werden, hieß es.

Opfer meist Bürger aus Osteuropa

Auch in Harburg wurde ein Haus überprüft. Dort stellten die Behörden nicht genehmigte Anbauten und einen illegal errichteten Holzbungalow fest, der bewohnt wurde. Nun werde überprüft, ob dort der Lohn der Bewohner und die Miete so miteinander verrechnet worden seien, dass man von Ausbeutung sprechen könne, sagte der Sprecher der Behörde.

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„Insbesondere EU-Bürger aus Osteuropa sind oft Opfer von Ausbeutung - in prekären Arbeitsverhältnissen, aber auch in überteuerten, schlechten Unterkünften. Wir wollen nicht, dass hier in Hamburg aus der Notlage von Menschen Profit gemacht wird“, sagte Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD).

Von RND/dpa

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