Schanzenviertel

Hamburg: Mehrere Barmitarbeiter positiv auf Coronavirus getestet

Corona-Ausbruch in einer Hamburger Bar: Mehrere Mitarbeiter wurden positiv auf das Virus getestet. Jetzt sucht die Behörde nach den Besuchern der Bar. Nicht alle haben korrekte Angaben gemacht.

Corona-Ausbruch in einer Hamburger Bar: Mehrere Mitarbeiter wurden positiv auf das Virus getestet. Jetzt sucht die Behörde nach den Besuchern der Bar. Nicht alle haben korrekte Angaben gemacht.

Hamburg. In einer Bar im Hamburger Schanzenviertel sind laut Senat mehrere Barmitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden. Es müsse angenommen werden, dass sich Gäste ohne ausreichenden Abstand angesteckt haben könnten, teilte der Senat am Mittwoch in Hamburg mit. „Es kann sein, dass bis zu 600 Menschen betroffen sein könnten“, sagte Martin Helfrich, Pressesprecher der Gesundheitsbehörde. Das Gesundheitsamt habe zum Schutz der Gäste begonnen, alle betroffenen Besucher der Bar „Katze“ zu kontaktieren. Weil etliche Personen jedoch falsche Kontaktdetails angegeben hätten, seien noch nicht alle Kontaktpersonen ermittelt worden. Die Bar ist gegenwärtig geschlossen.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Der gesamte Gastronomiebetrieb werde als Infektionsquelle betrachtet, weil die Belüftung nur schwer erfolge und die Abstände unter Umständen nicht einzuhalten seien, hieß es weiter. Die Gesundheitsämter hätten seit Beginn der Woche einige Hundert Menschen informiert, die zum Kreis der potenziell gefährdeten Kontaktpersonen zählen und korrekte Kontaktdetails hinterlassen haben.

Corona-Ausbruch in Hamburg: Einige Hundert Menschen sind informiert

Wer falsche oder unvollständige Kontaktangaben gemacht hat, konnte womöglich bisher nicht erreicht werden. „Es besteht das Risiko, dass Menschen infiziert wurden, die bisher keine Symptome zeigen, aber dennoch angesteckt wurden“, hieß es weiter. Alle Personen, die die Bar „Katze“ am 5., 8. oder 9. September besucht haben und noch nicht kontaktiert wurden, sollen sich telefonisch beim Gesundheitsamt unter 040 42811 1659 melden und sich freiwillig in Quarantäne begeben.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

„Dieser Fall zeigt erneut: Die wahrheitsgemäße Angabe der Kontaktdaten in gastronomischen Betrieben ist wichtig, um im Falle eines Infektionsgeschehens alle möglicherweise Betroffenen warnen zu können“, sagte Helfrich. Im Vordergrund stehe nun, durch das Auffinden aller womöglich Infizierten die Verbreitung des Virus einzudämmen.

Tragen von Mund-Nasen-Schutz nicht obligatorisch

Für die Beschäftigten der Bar war das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung nach Angaben der Gesundheitsbehörde nicht obligatorisch vorgesehen. „Beim Bedienen am Platz ist eine Mund-Nasen-Bedeckung obligatorisch. Beim Bedienen hinterm Tresen ist das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung nicht zwingend erforderlich, wenn ausreichend Abstand eingehalten wird“, sagte Helfrich.

Die Behörden prüfen nun aber auch, ob das Hygienekonzept in der kleinen Bar nicht eingehalten wurde. Es werde außerdem eine Gefährdungsbeurteilung hinsichtlich des Arbeitsschutzes abgefordert.

Von Carola Grosse-Wilde/dpa

Mehr aus Hamburg

 
 
 
 
 
Anzeige
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Verwandte Themen

Letzte Meldungen