Corona-Bekämpfung

Hamburg zieht Reißleine: Ab Heiligabend gelten strengere Kontaktbeschränkungen

Angesichts der sich rasch ausbreitenden Omikron-Variante werden in Hamburg bereits vor Weihnachten die Kontakte auch für Geimpfte und Genesene eingeschränkt.

Angesichts der sich rasch ausbreitenden Omikron-Variante werden in Hamburg bereits vor Weihnachten die Kontakte auch für Geimpfte und Genesene eingeschränkt.

Hamburg. Angesichts der sich rasch ausbreitenden Omikron-Variante werden in Hamburg bereits vor Weihnachten die Kontakte auch für Geimpfte und Genesene eingeschränkt. Nur noch maximal zehn Personen dürften privat zusammentreffen, sagte Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) am Dienstag nach einer Sitzung des rot-grünen Senats. Ausgenommen von der Kontaktbeschränkung sind Kinder unter 14 Jahren.

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Außerdem würden Tanzveranstaltungen untersagt. Das Tanzverbot kommt faktisch einer Schließung von Clubs und Diskotheken gleich. Für die Gastronomie wird es zudem eine Sperrstunde von 23 Uhr an geben. Eine Ausnahme ist für den Neujahrsmorgen geplant. Dann dürfen Kneipen, Gaststätten und Bars bis 1 Uhr geöffnet bleiben.

Verschärfte Regeln gelten bereits für Ungeimpfte

Für Ungeimpfte gelten bereits schärfere Beschränkungen. Sie dürfen nur noch mit den Mitgliedern des eigenen Haushalts und maximal zwei Mitgliedern eines weiteren Haushalts zusammentreffen.

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In den Clubs der Stadt herrschte in den vergangenen Wochen bereits die schärfere 2G-plus-Regel. Das heißt: Zugang nur für Geimpfte und Genesene, die zusätzlich einen aktuellen Corona-Test vorlegen mussten. Das Tanzverbot dürfte die durch die Pandemie gebeutelte Branche hart treffen.

Zudem beschloss der Senat die bereits angekündigten Einschränkungen zu Silvester. Neben dem Verbot des Verkaufs von Feuerwerk herrscht an besonders publikumsträchtigen Orten ein An- und Versammlungsgebot.

Bund-Länder-Gipfel am Nachmittag geplant

Am Nachmittag wollten auch die Ministerpräsidenten von Bund und Ländern zusammen mit der neuen Bundesregierung in einer Schaltkonferenz schärfere Maßnahmen beschließen - auch für Großveranstaltungen. Grund ist eine Empfehlung des neuen Corona-Expertenrats der Bundesregierung, der vor einer dramatischen Lage wegen der Omikron-Variante gewarnt hatte.

Das Robert Koch-Institut hatte bereits am Mittag aufgrund der aktuellen Corona-Lage in Deutschland „maximale Kontaktbeschränkungen“ empfohlen. Diese sollten „sofort beginnen“ und bis zunächst Mitte Januar gelten, wie das RKI am Dienstag auf Twitter schrieb.

Corona-Inzidenz in Hamburg am Dienstag deutlich gestiegen

Unterdessen stieg die Corona-Inzidenz am Dienstag in Hamburg deutlich und liegt damit nur noch knapp unter der Marke von 350, ab der automatisch neue Beschränkungen gelten und Clubs und Diskotheken geschlossen bleiben müssen. Die Gesundheitsbehörde gab die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche mit 344,0 an. Sie meldete 1336 bestätigte Neuinfektionen. In der Hansestadt gibt es der Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD) zufolge derzeit Hunderte Omikron-Verdachtsfälle und 28 bestätigte Omikron-Fälle.

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Damit haben sich seit Februar 2020 in der Hansestadt nun mindestens 130 706 Menschen infiziert. 112 800 davon gelten nach RKI-Schätzung als genesen. Die Zahl der Menschen, die seit Beginn der Pandemie im Zusammenhang mit dem Virus in Hamburg gestorben sind, blieb bei 1953.

Von RND/dpa

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