JVA in Hamburg

Keine Informationen mehr über Suizide

Foto: Will keine Pressemitteilungen über Suizide in den Hamburger Justizvollzugsanstalten: Justizsenator Till Steffen (Grüne).

Will keine Pressemitteilungen über Suizide in den Hamburger Justizvollzugsanstalten: Justizsenator Till Steffen (Grüne).

Hamburg. Dieser Effekt stellt einen Zusammenhang zwischen öffentlicher Berichterstattung über Selbsttötungen und einer Zunahme von Fällen her. Deshalb hätten auch Experten wie der Psychiatrie-Professor Peer Briken vom UKE, der für Suizidprävention in den JVAs zuständig ist, Zurückhaltung empfohlen.

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Die Behörde trage eine besondere Verantwortung für die Insassen der Gefängnisse, sagte Steffens Sprecherin Marion Klabunde. „Wir halten es bei Suiziden nun für verantwortungsvoller, künftig statt einer Pressemitteilung direkt und in öffentlicher Sitzung die Mitglieder des Justizausschusses zu informieren.“ Das entspreche der gebotenen Sensibilität.

Kritik kam von der FDP. Die Fraktionsvorsitzende und justizpolitische Sprecherin Anna von Treuenfels-Frowein nannte das neue Vorgehen „intransparent“. „In einem Rechtsstaat muss die Öffentlichkeit unmittelbar davon erfahren und nicht erst Wochen später im Ausschuss.“ Sie warf dem Senator vor, „der berechtigten Kritik an den Zuständen in den JVAs“ ausweichen zu wollen.

Von dpa

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