Verdi-Warnstreik

Streik bei der Lufthansa: Lage am Hamburger Flughafen entspannt

Ein Plakat mit der Aufschrift "Heute Warnstreik!" hängt am Eingang zur Lufthansa Technik. Wegen des Verdi-Warnstreiks hat die Lufthansa für Mittwoch nahezu ihren kompletten Flugplan abgesagt.

Ein Plakat mit der Aufschrift "Heute Warnstreik!" hängt am Eingang zur Lufthansa Technik. Wegen des Verdi-Warnstreiks hat die Lufthansa für Mittwoch nahezu ihren kompletten Flugplan abgesagt.

Hamburg. Die Gewerkschaft Verdi hat mit einem Warnstreik des Bodenpersonals den Flugbetrieb der Lufthansa weitgehend lahmgelegt. An Deutschlands fünftgrößtem Flughafen in Hamburg waren die Folgen allerdings wie erwartet begrenzt.

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Dort fielen zunächst 18 von 21 geplanten Lufthansa-Abflügen nach München und Frankfurt aus, berichtete der Flughafen auf Twitter. Später wurden zwei weitere Flüge gestrichen. Lediglich ein Flug nach München am frühen Morgen sei regulär abgeflogen. Die Lage in den Terminals sei ruhig. „Die Passagiere sind gut informiert und kommen gar nicht erst zum Flughafen“, hieß es. Wie aus der Abflugübersicht des fünftgrößten deutschen Flughafens hervorging, fiel auch der Großteil der Flüge von den beiden Lufthansa-Drehkreuzen nach Hamburg aus. Flüge anderer Gesellschaften waren nicht betroffen.

In Frankfurt und München wurde fast das gesamte Programm gestrichen

Tagsüber demonstrierten Gewerkschaftsmitglieder vor dem Flughafengebäude und vor dem Gelände der Wartungstochter Lufthansa Technik für ihre Forderungen. Auf Transparenten hieß es etwa: „Jung und Gehaltbereit“ oder „Ready for mehr Geld“. Der Ausstand hatte am Mittwochmorgen begonnen und sollte bis Donnerstag, 6.00 Uhr, dauern.

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Neben dem Schalterpersonal und den Flugzeugtechnikern waren auch die Fahrer der riesigen Schlepper zum Warnstreik aufgerufen, die Flugzeuge auf die richtigen Positionen schieben. Ohne diese Dienstleistungen können die Jets ebenso wenig abheben wie ohne Piloten oder Kabinenpersonal. Allerdings wird das Pushback in Hamburg von der Firma Groundstars abgewickelt, einer 100-prozentigen Tochter der Flughafengesellschaft, die nicht von dem Tarifkonflikt betroffen ist.

Lufthansa hatte vorsorglich mehr als 1000 Flüge in Frankfurt und München gestrichen. 134 000 Passagiere mussten ihre Reisepläne ändern oder aufgeben. Bereits am Dienstag waren mindestens 47 Verbindungen ausgefallen, allerdings nicht in der Hansestadt.

Gäste müssen teilweise mehrere Tage lang warten

Die Fluggesellschaft hatte die Passagiere gebeten, sich möglichst online mit dem Unternehmen in Verbindung zu setzen, um neue Flüge oder zwischenzeitliche Unterkünfte zu organisieren. Es sei wegen der meist stark gebuchten Flüge sehr schwierig, in den kommenden Tagen andere Reisemöglichkeiten zu finden. In einzelnen Fällen könne es sein, dass Gäste mehrere Tage lang auf ihren Weiterflug warten müssten.

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Verdi und Lufthansa hielten sich gegenseitig vor, für die Lage verantwortlich zu sein. Sie haben in zwei Runden über die Gehälter und Arbeitsbedingungen der rund 20 000 Bodenbeschäftigten gesprochen. Ein dritter Termin ist für den 3. und 4. August in Frankfurt vereinbart. Ein erstes Angebot hatte Verdi als zu niedrig abgelehnt. Die Gewerkschaft verlangt 9,5 Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 350 Euro. Als weitere Beschäftigtengruppe läuft bei den Piloten noch bis Sonntag eine Urabstimmung über einen Arbeitskampf.

Von rnd/dpa

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