„Blade Runner“ wird Animationsserie

Science-Fiction-Kult: “K“ (Ryan Gosling, l.) und Rick Deckard in einer Szene von Denis Villeneuves Meisterwerk „Blade Runner 2049“. Jetzt ist eine Animationsserie zu den Filmen geplant.

Science-Fiction-Kult: “K“ (Ryan Gosling, l.) und Rick Deckard in einer Szene von Denis Villeneuves Meisterwerk „Blade Runner 2049“. Jetzt ist eine Animationsserie zu den Filmen geplant.

Los Angeles/Tokyo. Es geht weiter mit der Kult-Science-Fiction „Blade Runner“, die auf dem Roman „Träumen Androiden von elektrischen Schafen?“ von Philip K. Dick basiert. Die Saga soll in Form einer Animationsserie neu aufgelegt werden. Die geplante 13-teilige Serie mit dem Titel „Blade Runner — Black Lotus“ sei inhaltlich im Jahr 2032 angesiedelt, wie das Branchenblatt „Hollywood Reporter“ berichtete. Nach Angaben der Produzenten lehnt sich die Geschichte an den Film „Blade Runner 2049“ (2017) mit Ryan Gosling und Harrison Ford an.

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Denis Villeneuve überraschte im Vorjahr mit diesem Film, lieferte einen würdigen Nachfolger zu Ridley Scotts Science-Fiction noir von 1982 – ein lakonisches zweites Meisterwerk, das von Desillusioniertheit über die verdorbenen Menschen und von Zuneigung für die versklavten Kunstmenschen, genannt Replikanten, getragen war, für ihre anrührende Unschuld, ihren freiwilligen Verzicht auf Teilhabe, ihrer Unterordnung unter ihre Schöpfer, ihrer künstlichen Intelligenz, die der natürlichen in vielerlei überlegen zu sein schien.

Denis Villeneuves „Blade Runner“ war eine Odyssee zur Seele

In der Geschichte von Villeneuves Film schickte die Menschheit neue, Replikanten genannte Kunstmenschen, sogenannte Blade Runner aus, ihre rebellischen Vorgänger zu eliminieren. Die waren abgetaucht, und als der Blade Runner „K“ (Ryan Gosling) auf dem Land einen von ihnen ausfindig machte, stieß er nach dessen Liquidierung auf eine begrabene Kunstfrau, deren Skelett Anzeichen einer Geburt auswies.

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Damit wäre sie die Eva einer neuen Spezies, und während das düstere, verregnete, neonbeleuchtete Getriebe in der krank wirkenden Welt des Jahres 2049 weiterging, als wäre nichts passiert, waren die aufgewühlten Entscheidungsträger aus unterschiedlichen Motiven beflissen, das verschwundene Kind aufzuspüren. Mit melancholischem Blick machte sich Held „K“ auf die Jagd nach dem Kind, eine Odyssee, die zugleich die Suche nach dem ewigen Defizit der Kreatur war – der Seele.

Ridley Scotts Kultfilm „Blade Runner“ inspirierte die Animeszene

Schon in Ridley Scotts Klassiker von 1982, der im düster-verregneten Los Angeles des Jahres 2019 spielte, hatte Ford die Rolle des Replikanten-Jägers Rick Deckard gespielt. Der Film hatte damals die Animeszene der Achtziger- und Neunzigerjahre inspiriert.

Nun sind es die japanischen Anime-Regisseure Shinji Aramaki („Appleseed“) und Kenji Kamiyama („Ghost in the Shell: Stand Alone Complex“), die die neue Serie inszenieren sollen. Ein Sendetermin für die Gemeinschaftsproduktion des Anime-Streamingdienstes Crunchyroll, des US-Senders Adult Swim und der Alcon Television Group ist noch nicht bekannt.

Von RND/big/dpa

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