Claus Aktopraks Törn

Ein Bassist auf der Route der Wikinger

Foto: Claus Aktoprak auf Möja, einer Insel im äußeren Teil des mittleren Stockholmer Schärengartens und erwähnt in der antiken Reisebeschreibung König Waldemars Segelroute.

Claus Aktoprak auf Möja, einer Insel im äußeren Teil des mittleren Stockholmer Schärengartens und erwähnt in der antiken Reisebeschreibung König Waldemars Segelroute.

Heiligenhafen. „Darin las ich was über 'König Waldemars' Segelroute, die älteste Wegbeschreibung der Ostsee.“ Daheim ging der Hamburger Aktoprak online und geriet „immer mehr in den Bann“ der Wikingerroute. Denn in jenem Buch ist von einem mittelalterlichen „Itinerar“ die Rede, einer uralten Wegbeschreibung für Reisende und Kaufleute durch die Welt der skandinavischen Schären. 101 Wegpunkte sind dort in nordischer Sprache beschrieben. Im April in Haithabu gestartet, habe „The Sailing Bassman“ auf seinem Törn ins estnische Tallinn dann versucht, alle von ihm in moderne Seekarten übertragenen Wegpunkte „zumindest in Sichtweite zu haben“. Denn man könne nicht überall festmachen oder ankern. Manchmal habe er auf seinem 40 Jahre alten Segelboot „La Mer“ außerhalb der üblichen Fahrwasser eigene Wege entdeckt, die es für ihn „unglaublich spannend“ gemacht hätten. Seine glücklichsten Momente habe er auf den einsamsten Schäreninseln in Naturschutzgebieten erlebt, wo er es sich „robinsonmäßig“ habe gutgehen lassen.

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Tour durch die deutschen Ostseehäfen

Aktoprak ließ dann sein Boot in Finnland, um mit befreundeten Musikern unter dem Motto „The Sailing Bassman & Friends“ eine Konzerttour durch die deutschen Ostseehäfen zu machen, teils auch um ein bisschen Geld einzusammeln, um den Rückweg zu finanzieren. Seinen Doku-Film, den er über den Törn gedreht hat, finanzierte Aktoprak per Crowdfunding. Die Dreharbeiten beendete er auf der schwedischen Insel Gotland. „Die Überfahrt nach Gotland ging sehr, sehr übers offene Meer und war recht stürmisch“, erzählt der Musiker. Und auf der Insel gebe es die ältesten Felsritzungen, die Boote darstellen – „die Wiege des Schiffbaus“.

Rückkehrkonzert am Sonntag in Heiligenhafen

Neue Stücke komponiert habe er auch wieder an Bord, so der „Bassman“, wie schon auf seinem ersten langen Ostseetörn vor vier Jahren. Am Sonntag, 30. September, g soll es im Yachthafen Heiligenhafen, wo er gegen 14 Uhr einlaufen will, ein Rückkehrkonzert geben – mit Freunden, Verwandten und Fans, mit Hot Dogs, Kuchen und einer Tombola.

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