Corona / KN-Bühne

Historische Töne mit langem Hals

Lautenist Michael Freimuth

Lautenist Michael Freimuth

Kiel. An zahlreichen Opernhäusern wirkte Michael Freimuth beispielsweise bei Barockopern als Continuospieler mit. Die nun aufgrund der Coronakrise entstandene freie Zeit nutzt er, um sein Solorepertoire zu erweitern.

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Corona: Blüten französischer Barockmusik als Gegengift

Das Programm für die KN-Bühne bietet eine Auswahl an Kompositionen aus der Blütezeit der französischen Barockmusik. Robert de Visée und Francois Campion waren Mitglieder der königlichen Kapelle in Versailles und veröffentlichten zahlreiche Solowerke für die am Hofe beliebten Instrumente Theorbe, Gitarre und Laute. Für Michael Freimuth sind sie deshalb besonders wichtige Komponisten.

Couperin-Arrangement für die Basslaute

Robert de Visée arrangierte mit Les Sylvains ein Cembalowerk Francois Couperins für die Theorbe, also einer erweiterten Laute mit zusätzlichen Basssaiten. Das Tombeau für Laute eines unbekannten Komponisten im Manuskript Harrach ist stilistisch sehr französisch geprägt und zeigt, wie auch die Passacaille von Campion für Gitarre, die Tiefe und Pracht der barocken musikalischen Formen.

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Corona: Nirgendwo mehr Raum für Spezialisten

Michael Freimuth ist als freiberuflicher Spezialist der historisch informierten Aufführungspraxis besonders durch die Corona-Krise betroffen, weil es weder in Opernhäusern noch in Kirchen Aufführungen aus dem Renaissance- und Barockrepertoire gibt. Er ist ab Dienstag, 27. April 2020, 20 Uhr auf der KN-Bühne zu erleben.

Gefragter Lautenist in der Alte-Musik-Szene

Michael Freimuth gehört zu den gefragten Lautenisten, sowohl als Solist wie auch als Begleiter und Continuospieler. Er bereiste Europa, die USA, Japan und Südkorea, musizierte mit Dirigenten wie René Jacobs, Ivor Bolton, Reinhard Goebel, Vaclav Luks, Thomas Hengelbrock, aber auch Claudio Abbado. Freimuth widmet sich der Lauten- und Gitarrenmusik des 16.-19. Jahrhunderts, wofür ihm u.a. eine originale Laute von 1740 sowie eine Bogengitarre von 1847 zur Verfügung stehen. In Konzerten und CD-Projekten wirkte er im Concerto Köln oder der Akademie für Alte Musik Berlin mit.

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