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Musik nach der Stille und für den Frieden

Klassisch hören in und um Kiel: Die Konzert-Tipps der Woche

Vermeintliche Stille in drei Sätzen: „4‘33‘‘“ von John Cage (1952) im playing@home-Format der Barlach-Orchestermitglieder.

Vermeintliche Stille in drei Sätzen: „4‘33‘‘“ von John Cage (1952) im playing@home-Format der Barlach-Orchestermitglieder.

Kiel. Normalität war in Sicht, ein Stück davon bereits erreicht, als das Sinfonieorchester am Ernst-Barlach-Gymnasium im November 2021 sein erstes Konzert der Saison in der Petruskirche spielen durfte. Nur wenige Wochen später musste dann aufgrund der Omikron-bedingten Corona-Maßnahmen erneut pausiert werden. Ein Probenwochenende fiel aus, das geplante Programm mit Chor musste geändert und dann schließlich in Folge der unfreiwilligen Corona-Stille, in der nicht geprobt wurde, nochmals völlig neu konzipiert werden. So hatte, bevor die Proben im Februar wieder beginnen durften, das Orchester zwangsläufig Gelegenheit, sich mit Stille auseinanderzusetzen. Das war erneut schmerzhaft - aber es bot die Gelegenheit, die Stille in all ihren Ausgestaltungen im Zusammenhang mit Musik in näheren Augenschein zu nehmen: Mit Hilfe eines Anleitungsvideos des Dirigenten Alexander Mottok entstand so in der Zeit der ungewollten Probenpause eine Interpretation von "4'33''" von John Cage (1952) im playing@home-Format (https://youtu.be/thnnjQMoA5Q). Das Werk von Cage besteht aus drei "Tacet" überschriebenen Sätzen und das Orchester spielte genau so, wie es zur Entstehungszeit des Videos erlaubt war - nämlich gar nicht. Dennoch entstand eine Interpretation, die alle möglichen Facetten des Schweigens ausdeutet, die die Bedeutung des bewusst erzeugten Klangs hinterfragt und in der es gelingt, Stille auszuhalten. In dieser "Abwesenheit beabsichtigter Geräusche" ist die vermeintliche Stille durch Zufalls- und Umgebungsgeräusche geprägt, die dann auch jede Aufführung einzigartig machen. Das zweite Sinfoniekonzert am Sonnabend, 12. März, um 17 Uhr in der Petruskirche nimmt darauf Bezug und trägt den Titel "Nach der Stille" – mit Werken von Grieg, Debussy und Mussorgsky.

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9. März: Flötenzauber in St. Nikolai Kiel

Flötenzauber ist das Motto der „Halben Stunde“ ab 17 Uhr in der Kieler Nikolaikirche. Annette von Stritzky, Blockflöte, und Heinke Hennings, Querflöte, spielen Werke von Daquin, Telemann, Pleyel und andere. Der Eintritt ist frei.

11. März: Orgelmusik in St. Marien Rendsburg

In der „Stunde der Kirchenmusik“ in St. Marien Rendsburg zeigt ab 18.10 Uhr Marius Branscheidt, Popularkirchenmusiker in der Region Rendsburg-Büdelsdorf, einmal seine „klassische“Seite. Seine Ausbildung erhielt er an der Hochschule für Kirchenmusik in Herford. Branscheidt spielt Orgelwerke von Dietrich Buxtehude, Johann Sebastian Bach Christoph Nogay und anderen. Der Eintritt ist wie immer frei.

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11. und 12. März: Gregorian Grace in Bad Segeberg und Rendsburg

Die Arte Chorale-Europa-Tour 2022 führt am Freitag, 11. März, in die Marienkirche Bad Segeberg und am Sonnabend, 12. März, in die St. Marien-Kirche Rendsburg.

Gregorian Grace führt nicht nur traditionelle Kirchengesänge, sondern auch gregorianisch interpretierte Welthits auf

Gregorian Grace führt nicht nur traditionelle Kirchengesänge, sondern auch gregorianisch interpretierte Welthits auf

Jeweils ab 20 Uhr führt im Konzert "Gregorian Grace" ein neunköpfiges Ensemble aus Polen überlieferte einstimmige traditionelle Kirchengesänge in lateinischer Sprache genauso wie gregorianisch interpretierte Welthits wie Leonard Cohens "Hallelujah", "Knockin ́on heaven'ś door" von Bob Dylan und "Tears in Heaven" von Eric Clapton auf. Infos: www.gregorian-grace.de

12. März: Sinfoniekonzert in der Petruskirche Kiel

Im zweiten Sinfoniekonzert des Sinfonieorchesters am Ernst-Barlach-Gymnasium Kiel erklingen ab 17 Uhr in der Petruskirche Werke von Edvard Grieg („Aus Holbergs Zeit“), Claude Debussy („Suite Bergamasque“) sowie Modest Mussorgskys sinfonische Dichtung „Eine Nacht auf dem kahlen Berge“, in einem Wechsel aus großer Besetzung und durch die Probensituation bedingt kleinerer Teilbesetzung.

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Das Sinfonieorchester des Ernst-Barlach-Gymnasiums bei der Probe.

Das Sinfonieorchester des Ernst-Barlach-Gymnasiums bei der Probe.

Karten gibt es bei Ruth König Klassik, im Sekretariat des Ernst-Barlach-Gymnasiums sowie an der Abendkasse. Karten 12/erm. 6 Euro, Hygieneregeln: www.barlachorchester.de

12. März Benefizkonzert Ukraine in Flensburg

Der Museumsberg Flensburg veranstaltet am Sonnabend um 19 Uhr ein Benefizkonzert für Geflüchtete aus der Ukraine. Die „mittelholsteinische WELTkapelle“, in der Menschen aus den unterschiedlichsten Kulturkreisen musizieren, die selbst geflüchtet sind, mixt „Eigenes mit dem Sound des Nahen und Mittleren Ostens, der Westküste, Holsteins und allem dazwischen“. Der Flensburger Cellist Gabriel Koeppen präsentiert Eigenkompositionen und Klassik. Außerdem gibt es Lautenmusik und Gesang mit der dänischen Sopranistin Maria Johannsen und Mikael Søndergård Christensen an der Barocklaute (Werke von Purcell, Dowland, Vivaldi u.a. Alle Künstlerinnen und Künstler verzichten auf ihre Gage. Der Eintritt ist frei und die gesammelten Spenden werden an die Flüchtlingshilfe Flensburg e. V. übergeben.

13. März: Konzert für den Frieden in Flensburg

Auch die Künstlerinnen und Künstler des Schleswig-Holsteinischen Landestheaters und Sinfonieorchesters wollen mit ihren Möglichkeiten den Menschen in der Ukraine helfen, denen Putins Krieg größte Not bringt. Aus diesem Grunde ist für Sonntag um 19 Uhr im Stadttheater Flensburg unter dem Titel „Konzert für den Frieden“ ein Benefizkonzert mit Ensemblemitgliedern aus allen Sparten.angesetzt. Der Eintritt ist frei, es wird um Spenden gebeten, die dann in voller Höhe an die Flüchtlingshilfe Flensburg e. V. weitergegeben werden. Karten an der Theaterkasse Flensburg im Vorfeld oder an der Abendkasse. Das aktuelle Programm wird demnächst auf der Landestheater-Website veröffentlicht– https://www.sh-landestheater.de/stuecke/konzert-fuer-den-frieden/

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Ihr Konzerthinweis für „Klassisch hören“

Sie planen ein klassisches Konzert in den Regionen in oder um Kiel, Rendsburg, Eckernförde, Neumünster, Bad Segeberg oder Plön? Dann senden Sie uns bitte bis spätestens zehn Tage vor Beginn eine E-Mail mit den wichtigsten Daten (Termin, Titel, Interpreten, Adresse, Eintrittspreise/Vorverkauf) und gern auch Bildmaterial (jpg in druckfähiger Auflösung) an kulturredaktion@kieler-nachrichten.de sowie termine@kieler-nachrichten.de. Wir nehmen dann das Konzert in unsere wöchentliche Online-Rubrik auf.

15. März: Ausgezeichnete Kammermusik in Eckernförde

Die Konzertreihe Eckernförde begrüßt am Dienstag, 15. März die vier jungen Franzosen des vielfach ausgezeichneten Quatuor Arod und die österreichische Cellistin Julia Hagen, die bereits mit renommierten Orchestern wie dem Konzerthausorchester Berlin, Tonhalle-Orchester Zürich und die Kremerata Baltica und Kammermusikpartnern wie Igor Levit, Tobias Feldmann, Annika Treutler, dem Artemis- und dem Armida Quartett aufgetreten ist.

Das Quatuor Arod tritt in Eckernfördes Stadthalle auf.

Das Quatuor Arod tritt in Eckernfördes Stadthalle auf.

Auf dem Programm stehen das Streichquartett Nr. 19 KV 465 von W.A. Mozart und Schuberts Streichquintett C-Dur, D 956, mit seiner für ein Streichquintett ungewöhnlichen Besetzung zweier Violoncelli. Der Konzertabend beginnt mit einer Cellosonate des kürzlich verstorbenen US-Komponisten George Crumb. Das Konzert (3 G) beginnt um 20 Uhr in der Eckernförder Stadthalle, Karten gibt es ab 19 Uhr nur an der Abendkasse.

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