Schwedische Akademie teilt mit

Literaturnobelpreis geht an französische Schriftstellerin Annie Ernaux

Die französische Schriftstellerin Annie Ernaux.

Die französische Schriftstellerin Annie Ernaux.

Stockholm. Die französische Schriftstellerin Annie Ernaux wird in diesem Jahr mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet. Das gab die für die renommierte Auszeichnung zuständige Schwedische Akademie am Donnerstag in der Altstadt von Stockholm bekannt. Sie bekomme den Preis „für den Mut und die klinische Schärfe, mit der sie die Wurzeln, Entfremdungen und kollektiven Beschränkungen der persönlichen Erinnerung aufdeckt“, sagte der Ständige Sekretär der Akademie, Mats Malm, bei der Preisbekanntgabe. Man habe sie telefonisch noch nicht erreichen können, sagte Malm.

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Der Nobelpreis für Literatur gilt als die prestigeträchtigste literarische Auszeichnung der Welt. Der deutsche Literaturkritiker Denis Scheck lobt die diesjährige Wahl: „Annie Ernaux ist eine beglückende Wahl, gleichermaßen ästhetisch wie politisch höchst befriedigend“, sagte der 57-Jährige dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Es sei ein „Festtag für die Literatur und alle Leserinnen und Leser“.

Akademie für Überraschungen gut

In den beiden Vorjahren hatte die Akademie für Überraschungen gesorgt. Und auch in diesem Jahr standen auf der sogenannten Longlist für den Preis 233 Kandidaten - welche Namen darunter sind, wird allerdings stets streng geheim gehalten. Die Spekulationen über den möglichen Preisträger oder die mögliche Preisträgerin kochten entsprechend hoch, je näher die Bekanntgabe rückte.

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Die Schwedische Akademie ist jedoch bekannt dafür, sich nicht von öffentlichen Spekulationen leiten zu lassen. Vor einem Jahr hatte sie den Literaturnobelpreis überraschend an den - bis dahin - relativ unbekannten tansanischen Schriftsteller Abdulrazak Gurnah vergeben. Er wurde „für sein kompromissloses und mitfühlendes Durchdringen der Auswirkungen des Kolonialismus und des Schicksals des Flüchtlings in der Kluft zwischen Kulturen und Kontinenten“ geehrt. Im Jahr davor war der Preis an die US-Poetin Louise Glück gegangen - auch sie galt vorher nicht als eine der zahlreichen Favoritinnen und Favoriten.

Am Freitag folgt der Friedensnobelpreis

In den vergangenen Tagen waren bereits die diesjährigen Nobelpreisträger in den Kategorien Medizin, Physik und Chemie bekanntgegeben worden. Nach dem literarischen Preis folgt am Freitag die Verkündung des Friedensnobelpreisträgers, die als einzige nicht in Stockholm, sondern in Oslo stattfindet. Die Bekanntgabe in der Kategorie Wirtschaftswissenschaften rundet den alljährlichen Nobelpreis-Reigen dann am Montag ab.

Französin Annie Ernaux erhält den Literatur-Nobelpreis

Das teilte die Schwedische Akademie am Donnerstag in Stockholm mit. Ernaux ist bekannt für die Fiktionalisierung ihrer persönlichen Biographie.

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Dotiert sind alle Nobelpreise in diesem Jahr erneut mit zehn Millionen schwedischen Kronen pro Kategorie. Umgerechnet entspricht das knapp 920.000 Euro. Verliehen werden die prestigeträchtigen Auszeichnungen traditionell am 10. Dezember, dem Todestag von Preisstifter und Dynamit-Erfinder Alfred Nobel (1833-1896).

RND/sic/tz/dpa

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