Jeff Lynne’s ELO

Pop mit der großen Kelle

Foto: Jeff Lynne's Electric Light Orchestra live beim Tourauftakt in der Hamburger Barclay-Card-Arena.

Jeff Lynne's Electric Light Orchestra live beim Tourauftakt in der Hamburger Barclay-Card-Arena.

Hamburg. Und machen noch einmal schmerzlich bewusst, dass außer Bob Dylan und eben Lynne keiner von dieser Supergroup mehr unter uns weilt.

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Das Programm

Ehrensache daher natürlich, dass Lynne den größten aller Traveling-Wilburys-Songs, „Handle With Care“, in seinem Programm unterbringt: „It’s a fine one and I will handle it with care.“ Das tut er dann auch, Lynnes‘ Musical Director Mike Stevens übernimmt den Gesangspart von Roy Orbison und macht eine gute Figur. Etliche Hits hauen ELO raus: „Evil Woman“, „Telephone Line“, „Livin‘ Thing”, “Sweet Talkin’ Woman”, “Don’t Bring Me Down”, “Shine A Little Love”, “Turn To Stone”, “Mr. Blue Sky”, andere Megaseller wie “Hold On Tight”, “Twilight”, “Confusion” oder “Last Train To London” fehlen. Weniger bekannte Songs (“Standin’ In The Rain”, “10538 Overture“ oder „Can’t Get It Out Of My Head”) gibt’s auch, dazu mit dem im Beatles-Sound badenden  “When I Was A Boy” einen Song vom Album “Alone In The Universe” (2015).  Der Chuck-Berry-Klassiker “Roll Over Beethoven“, den ELO auf ihrem zweiten Album gecovert hatten, bietet sich für eine furiose Zugabe an.

Das Publikum …

… ist ganz überwiegend in die Jahre gekommen mit Mr. Lynne, dem man seine 70 Jahre allerdings nicht anmerkt, denn dass er bewegungsarm am Mikro verharrt, ist Usus. Die Menge feiert ergo hier auch ihre eigene Jugendzeit, an den Gängen am Rand tanzen einige Paare Disco-Fox. Der Beifall nach jedem Song ist enorm, bei noch populäreren Stücken noch enormer.

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Was in Erinnerung bleibt

Die bombastische Lightshow. Die fantastischen Musiker samt Streichern und Backgroundsängern. Aber auch, dass der Sound dann doch nicht so exquisit war wie erwartet, was durchaus an der Hallenakustik gelegen haben mag.

Fazit

Feines Konzert eines der fähigsten Pop-Komponisten.

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