Theatertipps der Woche

Bühnenreif: Gayle Tufts, Rentiere und andere Weihnachtsspezialisten

Noch zweimal reden drei Schauspielerinnen (v.li. Marie Dollenberg, Rafaela Schwarzer, Franziska Plüschke) „Über Männer“ und alles mögliche andere auch. Am 2. und 3. Dezember im Theater Die Komödianten

Noch zweimal reden drei Schauspielerinnen (v.li. Marie Dollenberg, Rafaela Schwarzer, Franziska Plüschke) „Über Männer“ und alles mögliche andere auch. Am 2. und 3. Dezember im Theater Die Komödianten

Kiel. Wenn Gayle Tufts Eichhörnchen und Kunstschnee rausholt, ist man schon ziemlich nah an Weihnachten dran. Das Kieler Schauspiel steuert mit „Ruhe! Hier stirbt Lothar“ nach dem gleichnamigen Fernsehfilm eine Art Weihnachtsmärchen für Erwachsene bei. Und dazu werden etliche Vorleser erwartet, darunter der Dresdner Lyriker und Büchner-Preisträger Durs Grünbein.

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Donnerstag, 1. Dezember: Slammer treffen Weihnachtsmänner

  • "Irgendwas mit Möwen", 19.30 Uhr, Kulturforum in der Stadtgalerie. Regelmäßig präsentiert sich hier die schleswig-holsteinische Slam-Poetry-Szene um Mona Harry, Björn Katzur und Björn Högsdal mit literarischem Kabarett, Kurzgeschichten und Liedermaching - erzeugt von freilaufenden Autorinnen und Autoren und gefüttert mit den Absurditäten des Alltags. Poetisches und Prosaisches steht ebenso auf dem Programm wie Komisches und Kurioses, Tragisches und Temperamentvolles. Karten (7 Euro + VVK) online oder am Ticket-Schalter in der Stadtgalerie.
Wenn der Weihnachtsmann nicht auftaucht, müssen halt Rentiere und Wichtel ran: „Herr Weihnachtsmann verspätet sich“ läuft im Theater am Wilhelmplatz

Wenn der Weihnachtsmann nicht auftaucht, müssen halt Rentiere und Wichtel ran: „Herr Weihnachtsmann verspätet sich“ läuft im Theater am Wilhelmplatz

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  • "Herr Weihnachtsmann verspätet sich", 9 + 17 Uhr, Theater am Wilhelmplatz. Was tun, wenn die Kinder der Welt am 24. Dezember auf ihre Geschenke warten – und der Weihnachtsmann nicht kommt? In der Geschichte von Sabine Alipour krempelt also einfach Frau Weihnachtsmann die Ärmel hoch und macht sich mit zwei fleißigen Wichteln, den Rentieren Rudi und Schnucki und einem vollbepackten Schlitten auf den Weg. Eine Reise zur Bescherung, die manchmal auch ganz schön gefährlich ist – und vor allem stressig. Schließlich sind hier Millionen Kinder in einer einzigen Nacht zu besuchen ... Das Weihnachtsmärchen der Niederdeutschen Bühne – das auf Hochdeutsch läuft - setzt Regisseurin Susanne Wieger in Szene. Karten (8 bis 20 Euro) online, an den Theaterkassen in Oper und Schauspielhaus Kiel sowie unter Tel. 0431/901901
  • "Weiber". 20 Uhr, Lore und Lay Theater auf dem Theaterfrachter, Hörn. Der Termin steht, das Hotel ist gebucht und drei Freundinnen sehen froh dem gemeinsamen Wellness-Wochenende entgegen. Doch anstatt im schicken Wellness-Schuppen landet das Trio in einem heruntergekommenen Gasthof. Ins Schwitzen geraten die Frauen dort auch – aber nicht in der Sauna. Die feuchtfröhliche Musikkomödie hat sich das Lore und Lay-Theater in der Regie von Martina Riese vorgenommen. Und gut möglich, dass da am Ende doch noch die Korken knallen. Karten (ab 28,50 Euro) online sowie bei den bekannten Vorverkaufsstellen in Kiel.

Freitag, 2. Dezember: Auftritt für Kröhnert, Komödianten und „Weiber“

Scharfe Zunge, pointierte Geste: Der Kabarettist und Parodist Reiner Kröhnert kommt ins Lutterbeker

Scharfe Zunge, pointierte Geste: Der Kabarettist und Parodist Reiner Kröhnert kommt ins Lutterbeker

  • Reiner Kröhnert: "Polliitt, Kabarrett, Parrodiien". 20 Uhr, Lutterbeker. Er hat sie alle drauf: Klaus Kinski und Angela Merkel, Michel Friedman und Boris Becker. Mittlerweile sind Habeck, Lauterbach und andere Polit- und sonstige Prominente dazu gekommen. Im Programm "Die größte Rettung aller Zeiten" geht es dem Kabarettisten um die Apokalypse, die offenbar mit Verspätung doch noch eingetroffen ist – und um eine Retterin, einen Retter oder eine rettende Doppelspitze, die der aus den Fugen geratenen Welt wieder auf die Füße hilft. Aber wer ist denn heute noch kompetent, einen echten Messias von einem x-beliebigen Paranoiker zu unterscheiden? Karten (20 Euro) an der Abendkasse oder Tel. 04343/9442
  • "Ruhe! Hier stirbt Lothar", Premiere. 20 Uhr, Schauspielhaus Kiel. Fliesengeschäft verkaufen, Hund ins Tierheim bringen und diesem das Vermögen stiften – so bereitet sich Lothar auf den Abschied vom Leben vor. Im Hospiz aber begegnet der Stinkstiefel erstmal Rosa, die dem Tod mit sarkastischer Klarheit entgegensieht und in Lothar unbekannte Seiten weckt. Und dann erfährt er auch noch, dass die Diagnose gar nicht stimmt und er ins Leben zurück muss. Der 2021 mit Corinna Harfouch und Jens Harzer besetzte Fernsehfilm nach dem Drehbuch von Ruth Toma kommt in der Regie von Volker Schmaloer und mit Yvonne Ruprecht und Werner Klockow auf die Bühne. Restkarten (17,10 bis 34,40 Euro) online sowie an den Theaterkassen in Oper und Schauspielhaus Kiel sowie unter Tel. 0431/901901
  • "Über Männer", 20 Uhr, Theater Die Komödianten. Es geht um Liebe und Einsamkeit, um Alltag, Sex und Sehnsucht im Monologstück des französischen Theater- und Drehbuchautors Xavier Durringer. Im Kieler Theater Die Komödianten setzt Regisseur Ivan Dentler das Stück mit den Schauspielerinnen Rafaela Schwarzer, Marie Dollenberg und Franziska Plüschke in Szene. Dentler hat ein Faible für die Stücke Durringers: "Sie sind spritzig, lebendig und nachdenklich." Karten (27 Euro, erm. 22 Euro, Schüler/Studenten 14 Euro) online oder unter Tel. 0431/553401
  • "Weiber". 20 Uhr, Lore und Lay Theater auf dem Theaterfrachter, Hörn. Karten (ab 28,50 Euro) online sowie bei den bekannten Vorverkaufsstellen in Kiel.
  • "Herr Weihnachtsmann verspätet sich", Premiere, 9 + 17 Uhr, Theater am Wilhelmplatz. Karten (8 bis 10 Eur0) online, an den Theaterkassen in Oper und Schauspielhaus Kiel sowie unter Tel. 0431/901901

Sonnabend, 3. Dezember: Bühne frei für Hitchcock

Erstaunliche Begegnung: In „Alfred Hitchcock jagt den Kieler Psycho“ gerät der Krimi-Altmeister (Matisek Brockhues, re.) an die Kieler Kripo-Beamten (Eirik Behrendt (re.), Tom Keller).

Erstaunliche Begegnung: In „Alfred Hitchcock jagt den Kieler Psycho“ gerät der Krimi-Altmeister (Matisek Brockhues, re.) an die Kieler Kripo-Beamten (Eirik Behrendt (re.), Tom Keller).

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  • DeichArt: "Alfred Hitchcock jagt den Kieler Psycho". 20 Uhr, Maritim Hotel, Bellevue. Im September 1966 war er tatsächlich in Kiel, Krimi-Altmeister Alfred Hitchcock. Aus dem Kurzbesuch zwischen Oslo und dem Flughafen Hamburg hat der Kieler Autor und Regisseur Jens Raschke ein Stück gestrickt, in dem sich historische Fakten und Fantasie zur schrillen Krimi-Mischung verquicken. Rund um die Frage, ob Alfred Hitchcock damals tatsächlich nur auf der Durchreise war?Karten (21, 80 Euro) online sowie an den Theaterkassen in Oper und Schauspielhaus, Karten: Tel. 0431/901901
  • "Über Männer", 20 Uhr, Theater Die Komödianten. Zum letzten Mal. Karten (27 Euro, erm. 22 euro, Schüler/Studenten 14 Euro) online oder unter Tel. 0431/553401
  • Weiber". 20 Uhr, Lore und Lay Theater auf dem Theaterfrachter, Hörn. Karten (ab 28,50 Euro) online sowie bei den bekannten Vorverkaufsstellen in Kiel.
Frauenwochenende: (v.li.) Martina Riese, Heidi Klein und Petra Gundlach spielen im Lore und Lay Theater „Weiber“.

Frauenwochenende: (v.li.) Martina Riese, Heidi Klein und Petra Gundlach spielen im Lore und Lay Theater „Weiber“.

  • "Herr Weihnachtsmann verspätet sich", 14.30 + 17.30 Uhr, Theater am Wilhelmplatz. Karten (8 bis 10 Eur0) online, an den Theaterkassen in Oper und Schauspielhaus Kiel sowie unter Tel. 0431/901901

Sonntag, 4. Dezember: Herr Weihnachtsmann im Theater am Wilhelmplatz

  • "Herr Weihnachtsmann verspätet sich", 11 + 14.30 Uhr, Theater am Wilhelmplatz.  Karten (8 bis 10 Eur0) online, an den Theaterkassen in Oper und Schauspielhaus Kiel sowie unter Tel. 0431/901901

Montag, 5. Dezember: Kunst und Feminismus im Schauspielhaus

  • "Pop-Up-Femissage", 20 Uhr, Reihe 17 im Schauspiel Kiel. Für einen Abend verwandelt sich die Reihe 16 in einen Ausstellungsort. Dramaturgin Ella Schilling stellt dann jedes Mal andere spannende Kollektive und Einzelkünstlerinnen und -künstler vor und spricht mit ihnen über ihre Kunst. Diesmal ist ihre Gesprächspartnerin die im Iran geborene und in Deutschland aufgewachsene Künstlerin Dena Tabari, die in ihren Bildern "Cell" auf die Suche nach der eigenen Identität geht. Mit der Veranstaltung möchte sich die "Femissage" auch mit der Protestwelle im Iran solidarisieren. Karten (6,30 Euro) online sowie an den Theaterkassen in Oper und Schauspielhaus Kiel sowie unter Tel. 0431/901901

Dienstag, 6. Dezember: Dickens, Grünbein und mehr Literatur auf der Bühne

  • American Drama Group: "A Christmas Carol". 20 Uhr, Schauspielhaus Kiel. Das berühmte Märchen von Charles Dickens erzählt vom griesgrämigen Geizhals Ebenezer Scrooge, dem in der Weihnachtsnacht drei Engel erscheinen. Sie machen aus dem Misanthropen einen gütigen Menschenfreund. Die Geschichte kommt im Gastspiel der American Drama Group in englischer Sprache auf die Bühne. Restkarten (22,10 bis 28,90 Euro) online sowie an den Theaterkassen in Oper und Schauspielhaus Kiel sowie unter Tel. 0431/901901
  • Durs Grünbein: "Äquidistanz". Lesung, 20 Uhr, Kesselhaus in der Muthesius Kunsthochschule. Der Dresdner, der in der Gesprächslesung mit Muthesius-Präsident Arne Zerbst zu Gast ist, gehört zu den bedeutendsten Dichtern und Essayisten Deutschlands und wurde mit sämtlichen bedeutenden Literaturpreisen bis zum Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet. In Grünbeins zwölftem Gedichtband geht es um Spurensicherung, Ortsbestimmung und Streifzüge durch Zeiten und Räume. Dabei kommt auch der europäische Gedanke ins Spiel. Der Eintritt ist frei.
Der Dresdner Schriftsteller Durs Grünbein (li., hier mit Komponist Johannes Maria Staud) liest am 6. Dezember in Kiel im Kesselhaus der Muthesius Kunsthochschule

Der Dresdner Schriftsteller Durs Grünbein (li., hier mit Komponist Johannes Maria Staud) liest am 6. Dezember in Kiel im Kesselhaus der Muthesius Kunsthochschule

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  • Ulrike Dotzer: "Goldener Boden". Lesung, 19 Uhr, Literaturhaus in Kiel, Schwanenweg 13. Gustav Hirsch treibt es zu Beginn des 20. Jahrhunderts von Hinterpommern nach New York und zurück. 1945 ist es seine Tochter Clara, die mit vier Töchtern über die Ostsee in das westliche Deutschland flieht. An ihrer Geschichte entfaltet sich ein Drei-Generationen-Drama. Die gebürtige Kielerin und langjährige Leiterin der Abteilung Arte beim NDR hat sich zu ihrem Romandebüt von Berichten aus der eigenen Familie anregen lassen. Karten und Anmeldung unter Tel. 0431/57968-40 oder info@literaturhaus-sh.de
  • "These Girls too" Feministische Musikgeschichten. Lesung mit Juliane Streich. 20 Uhr, Hansa 48. Von Billie Holiday bis Billie Eilisch und von Dollywood bis Amy Winehouse reicht die im Buch versammelte Bandbreite der Musikerinnen, die Geschichte machten. Herausgeberin Juliane Streich hat die Biografien gesammelt und setzt damit nach "These Girls" die Streifzüge durch die feministische Musikgeschichte fort. Mit Texten von Franz Dobler, Paula Irmschler, Kersty und Sandra Grether u.a. Karten (7, erm. 5 Euro) unter info@hansa48.de

Mittwoch, 7. Dezember:

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Wenn Gayle Tufts zu Tannengrün, Kugeln und Zapfen greift, wird Weinachten zum Musical.

Wenn Gayle Tufts zu Tannengrün, Kugeln und Zapfen greift, wird Weinachten zum Musical.

  • Gayle Tufts: "Weihnacht at Tiffany's" 20 Uhr, Metro-Kino im Schlosshof. Killer-Zimtsterne, Lebkuchenherzen, deutsche Lieder, amerikanischer Kitsch - Gayle Tufts weiß alles über die Weihnachtswunderwelt, und sie erzählt und besingt sie so komisch wie stimmgewaltig. Frei nach ihrem gleichnamigen Buch persifliert die Komödiantin amerikanische Rituale und die jährliche Familiendramen, bei denen "Truthahn, Tranquilizer und Tränen" (Tagesspiegel) unerlässliche Zutaten sind. Ebenso spitz nimmt sie deutsche Weihnachtsbräuche wie Räuchermännchen ("fucking niedlich") aufs Korn – oder das beliebte Krippenspiel: "Bethlehem goes Loveparade". Karten (26,30 Euro, VVK inkl.) online oder im Metro-Kino, Tel. 0431/22 07 89 0

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