Blitzkritik

So war das Konzert der Kelly Family in der Wunderino-Arena Kiel

Feierten vorweihnachtlich mit den Fans in der Wunderino-Arena Kiel: (von links) Joey, Patricia, John, Jimmy, Kathy und Paul Kelly.

Feierten vorweihnachtlich mit den Fans in der Wunderino-Arena Kiel: (von links) Joey, Patricia, John, Jimmy, Kathy und Paul Kelly.

Kiel. Nicht überraschend, aber der generationenübergreifende Magnetismus der Kelly Family funktioniert auch hier in der Wunderino-Arena immer noch. Von der kleinen Mira in einer der vorderen Reihen – der Name später erfragt seitens Patricia Kelly von der Bühne herab – bis zu deutlich reiferen Jahrgängen in den Rängen ist alles vertreten.

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Der erste Eindruck

Papierschnee rieselt vorn sanft auf die Köpfe, Glockenschläge hallen ins Halbdunkel, während sich Familienmitglieder und Band postieren. Es knallt, eine Kunstschneewolke stiebt in die Menge – und die Kellys starten wie angekündigt mit „One More Happy Christmas“ rasant ins Kieler Konzert.

Das Programm

Üppig und für jeden Geschmack was dabei. Zum Anfüttern gibt’s „Santa Claus Is Coming To Town“, „White Christmas“ und „We Wish You A Merry Christmas“ in rock’n’rolligen Arrangements. Songs vom neuen Album wie „Those Were The Days“, „Christmas In Our Hearts“ oder „No More Christmas“. John Kelly singt mit reichlich Dramatik inklusive Kniefall das latineske „El Camino“, „Good Neighbor“ bringt Irish Folk ins Spiel.

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Zwei Medleys mit deutschen Weihnachtsliedern im flockigen Pop-Dress zählt zum Set. Patricia Kelly interpretiert stimmlich stark die 28 Jahre alte Ballade „First Time“, Kathy Kelly nicht minder souverän das 30 alte, rockige „Break Free“. Jimmy Kelly widmet „Hold My Hand“, solo zur Gitarre und mit Bluesharp, der im vergangenen Jahr gestorbenen Barby Kelly und auch jenem Gast, der vergangenen Freitag während des Konzerts im westfälischen Halle starb.

Die Kellys covern stilsicher „Fairytale Of New York“ von The Pogues und schwofig „Mis Deseos / Feliz Navidad“, bei dem Paul Kelly als Weihnachtsmann Süßes ins Publikum wirft. Sie graben mit „David’s Song“ ganz tief in der eigenen Musikgeschichte, „An Angel“ darf natürlich ebenso wenig fehlen wie „Fell In Love With An Alien“ – und Joey Kelly läutet mit markigem Wolfsgeheul eine durchaus lautstarke Hardrock-Kante ein mit „The Wolf“ und gleich darauf „Why Why Why“ mit Feuerwolken.

Das Publikum ...

... hat sich teils weihnachtlich geschmückt. Hier und da blinken bunte Kränze auf Frauenhäuptern. Fans, die extra aus Dänemark angereist sind und Danebrogs schwenken, haben kleine, spitze, glänzende Hütchen auf, Weihnachtsmannmützen sind auch vertreten. Die Menge singt forsch mit, klatscht kräftig im Takt, lässt bereitwillig die Handylichter leuchten und begrüßt mit vereinzelten Jauchzern die alten Nummern.

Was in Erinnerung bleibt

Das rockige „Nanana“ war sicher eins der Highlights des Konzerts.

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Fazit

Ob’s nun die „Weihnachtsparty des Jahres“ war, sei einmal dahingestellt. Aber den Fans wurde ganz hübsch was geboten.

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