Quartett Komplett in Kiel

Viel Applaus für die vier Lokalhelden

Foto: Die vier Sänger (von links Tim, Peter, Carsten und Buschi) sind nun mal Lokalhelden und stehen seit nunmehr dreißig Jahren auf der Bühne.

Die vier Sänger (von links Tim, Peter, Carsten und Buschi) sind nun mal Lokalhelden und stehen seit nunmehr dreißig Jahren auf der Bühne.

Kiel. Aber die vier Sänger sind nun mal Lokalhelden und stehen seit nunmehr dreißig Jahren auf der Bühne.  Eben dieses Jubiläum feierte die A - cappella-Combo mit einer ausgelassenen Party, die mehr war als ein Best-Of vergangener Programme.

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Das Programm

Schon der Opener Viva la Vida von Cold Play ist eine Offenbarung. Der Pop-Song hat seine Seele und seinen unverwechselbare Schönheit  behalten und gewinnt in der A-cappella-Variante sogar noch an Tiefe. Das liegt nicht nur am hinlänglich bekannten Talent der Kieler Barden Tim Krutein, Peter Horns, Carsten Haack und Matthias Busch, sondern auch an Matthias Klein. Der Bariton war früher Ensemblemitglied des Kieler Opernhauses und ist seit etwa vier Jahren Gesangs-Coach von Quartett Komplett. Er zeichnet nicht nur für viele der so exzellenten Vokal-Arrangements verantwortlich, sondern erweiterte und modernisierte auch das Repertoire .

Neben einem Dschungelbuch-Medley, einem „Air“ von Thomas Morley aus dem 16 Jahrhundert, natürlich Evergreens der Comedian Harmonists, von Klein am Flügel begleitet, gab's eben auch Altes Fieber von den Toten Hosen, Kung Fu Fighting von Carl Douglas oder Kokomo, vor dreißig Jahren der wohl letzten Hit der Beach Boys. Und als Intro zum Zugabenblock machte man auch vor Bon Jovis Its My Life keinen Halt. Gut so!

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Das Publikum

Fans durch und durch, voller Vorfreude und Feierlaune. Begeisterung nach jedem Song, die sich gegen Ende zu Jubelstürmen steigerte. Auch bei den wie immer improvisierten meist launigen, zuweilen aber auch tiefgründigen Moderationen hingen die Zuhörer an den Lippen der Sänger. Und beim legendären  Minnie The Moocher von Cab Calloway, jenem Lied, das seit fast einhundert Jahren wegen seiner Scat-Refrains etwa„Hi-de-hi-de-hi-di-hi!“ die verschiedensten Bands und Zuhörer dieser Welt zu einem gemeinsamen Chor vereinte, ließ sich das Publikum im Kulturforum natürlich auch nicht lumpen.

Was in Erinnerung  bleibt

„Und immer wieder / Sind es dieselben Lieder /Die sich anfühlen /Als würde die Zeit stillstehen“, heißt es im Song Altes Fieber der Toten Hosen. Es ist bezeichnend für dieses Programm, dass der tolle Song zwar auf der Setlist stand, inhaltlich aber über weite Strecken widerlegt wurde. Zum Jubiläum  begeisterte die Band mit neuen Songs und tollen Arrangements. Allerdings hatte man aufgrund der Stimmung im Saal und der musikalischen Qualität des Konzerts dann doch den Eindruck,  „als würde die Zeit stillstehen.“

 Fazit

Weiter so, auf die nächsten drei Jahrzehnte.

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