Die Radreise als Abenteuer

Bikepacking: Was es neben ultraleichter Ausrüstung noch für den Trend braucht

Bikepacking liegt voll im Trend: Ein bisschen Geschick braucht es aber schon, um die Beinfreiheit trotz zahlreicher Taschen am Rad zu gewährleisten.

Bikepacking liegt voll im Trend: Ein bisschen Geschick braucht es aber schon, um die Beinfreiheit trotz zahlreicher Taschen am Rad zu gewährleisten.

Am Trend Bikepacking kommt man auch auf der Eurobike 2022 nicht vorbei. Die relativ neue Form des Radreisens mit ihrem Bedarf an ultraleichter Ausrüstung ist in nahezu allen Hallen präsent. Vor allem durch den Gravelbike-Boom steht das Thema Radabenteuer auch im Zentrum zahlreicher Messehighlights und Veranstaltungen.

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Ursprünglich war Bikepacking eine Sache für Profis, entstanden bei nordamerikanischen Langstreckenrennen, die sich oft über mehrere Tausend Kilometer erstreckten. Mit den harten Anforderungen an Rad und Fahrerin sowie Fahrer hat Bikepacking zwar nicht mehr viel gemein, geblieben ist die Herausforderung, möglichst minimalistisch perfekt ausgerüstet zu sein.

Spezielle Taschen fürs Bikepacking

Das alles entscheidende Zubehör für das Bikepacking sind deshalb die Taschensysteme, die an Lenker, Rahmen oder Sattelrahmen befestigt werden und die wichtigste Ausstattung aufnehmen. Anbieter wie Ortlieb zeigen auf der Eurobike wasserdichte, flexibel nutzbare Taschen, die den nötigen Stauraum für die Wochenendtour oder den Abenteuertrip bieten, ohne dem Rad sein sportliches Handling und die Leichtfüßigkeit zu nehmen. Die wasserdichte Oberrohrtasche Fuel-Pack etwa kann mit Lochbändern fixiert oder an entsprechende Ösen an das Oberrohr geschraubt werden.

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Ein wenig Routine gehört schon dazu, um beim Bikepacking volle Bewegungsfreiheit zu genießen. Die Taschen werden mit Gurten und Klettverschlüssen direkt am Rahmen, Sattel und Lenker festgemacht. Das rückt den Schwerpunkt mehr in die Fahrradmitte und nach unten. „Man kann das Rahmendreieck nutzen, die Position hinter dem Sattel und auch am Lenker Gepäck unterbringen“, sagt Peter Woestmann, PR-Manager bei Ortlieb. Viele Räder würden mittlerweile an den Gabeln und dem Oberrohr spezielle Anschraubpunkte anbieten.

Apps, wasserdichte Rucksäcke und Outdoorbekleidung

Ebenfalls mit Neuheiten vertreten ist das Unternehmen deuter. Der Aussteller zeigt seine Bikepacking-Serien sowie wasserdichte sportliche Mountainbikerucksäcke und eine neue überarbeitete Raceserie. Speziell für Mountainbiker bietet deuter Hüfttaschen an, „weil nicht jeder mit einem Rucksack unterwegs sein möchte“, so Sebastian Schwager, Produktmanager bei deuter. Tipp vom Fachmann: Schwere Gepäckstücke in die Satteltaschen und an den Lenker packen. „An den Satteltaschen sollte das Gewicht drei bis fünf Kilogramm nicht überschreiten. An der Rahmentasche lassen sich zusätzlich drei Kilogramm und am Lenker nochmals drei bis fünf Kilogramm Gepäck unterbringen.“

Bequem, durchdacht und vielseitig muss auch die Outdoorbekleidung für das sportliche Freizeitvergnügen sein. Der Outdoorspezialist VAUDE präsentiert neue Gravel-Bekleidung und Bikepacking-Taschen auf der Messe und hat von der Bekleidung über ultraleichte Zelte, Isomatten und Schlafsäcke die komplette Ausrüstung im Programm. Ebenfalls auf den neuen Trend eingestellt hat sich Jack Wolfskin. „Ready to roll“ nennt der Hersteller seine neue ultraleichte, strapazierfähige Bikepacking-Bekleidung mit Wetterschutz, Isolierung und Feuchtigkeitsregulierung.

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Enorm gewachsen ist das Angebot an Apps, Karten und Technologien für Radfahrerinnen und Radfahrer, mit denen sich Reiserouten planen und Touren navigieren lassen. Karten und vorgeschlagene Routen werden ständig optimiert. Der App-Anbieter komoot, Kooperationspartner der Eurobike, bietet beispielsweise spezielle Services für Bikepacking-Touren an.

Über Schotterwege und schmale Trails

Während herkömmliche Radreisen in der Regel auf befestigten Straßen und Radwegen stattfinden, begeben sich Bikepacker auch gerne auf Feld- und Schotterstraßen oder auf schmale Trails und Waldwege. Besonders geeignet für das Mikroabenteuer Bikepacking ist deshalb das Gravelbike. Grundsätzlich sei die moderne Form des Radreisens aber nicht auf eine Radgattung festgelegt, sagt Peter Woestmann. „Eigentlich sind alle Spielarten erlaubt. Rennrad, Mountainbike, Gravelbike, Fatbike. Zum Bikepacking eignet sich nahezu jedes Fahrradmodell, auch E-Bikes, weil es nicht davon abhängig ist, ob ich eine Batterie am Rad habe oder nicht.“

Und die gute, alte Radreise? Hat nicht ausgedient, sondern erfährt durch das Bikepacking neuen Aufwind. Nach Einschätzung von Expertinnen und Experten wie Peter Woestmann vermischen sich die Themen, die Grenzen lösen sich auf. „Es geht eher darum, was mein individuelles Ziel ist. Was möchte ich fahren, was ist meine Reiseroute?“

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