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Viele Kinder können nicht richtig schwimmen

Ab ins kühle Nass: So wichtig ist Schwimmen für Kinder

Ein Kind taucht aus dem Wasser auf.

Schwimmen ist eine der beliebtesten Freizeitbeschäftigungen der Deutschen.

Schwimmen ist eine der beliebtesten Freizeitbeschäftigungen der Deutschen. Aber immer weniger Kinder können richtig schwimmen, zeigt eine Forsa-Umfrage. Doch das Planschen im Wasser ist für junge Menschen sehr wertvoll.

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Babyschwimmen ab dem vierten Lebensmonat

Tatsächlich können bereits Babys mit ins Freibad kommen. Unabhängig davon, dass sie mehr im Wasser planschen, als dass sie echte Schwimmtechniken erlernen, fühlen sie sich im kühlen Nass sehr wohl. Natürlich sollten sie sich dabei nicht im Schwimmerbecken aufhalten, sondern im Nichtschwimmerbereich.

Babyschwimmen ist ab dem vierten Lebensmonat möglich und dient primär der spielerischen Gewöhnung ans Wasser. Was neben dem Baby- oder Säuglingsschwimmen abseits des Schwimmbads natürlich immer geht: in der eigenen Wanne zu planschen. Mit vier bis fünf Jahren können sich Kinder dann auch an das richtige Schwimmen herantasten. Wann genau, hängt von der individuellen Entwicklung ab.

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Schwimmen verbessert motorische Fähigkeiten

Parallel dazu können Kinder das sogenannte Seepferdchen absolvieren. Eine Art vorberei­tende Qualifikation für heranwachsende Schwimmende in Deutschland, die an einige Prüfungsleistungen geknüpft ist: Die Kinder müssen 25 Meter schwimmen, aus dem brusthohen Wasser zwei Tauchringe heraufholen und vom Rand ins tiefe Wasser springen. Doch Vorsicht: Zwar können sich Kinder mit dem Seepferdchen über Wasser halten, sicher schwimmen können sie aber noch nicht. Eine Beaufsichtigung ist deshalb weiterhin notwendig.

Sind sie erst einmal im Wasser, hilft Schwimmen Kindern dabei, die motorischen Fähigkeiten zu verbessern, und fördert mit dem Zusammenarbeiten von Armen und Beinen eine bessere Koordination. Schwimmen ist spätestens ab dem achten Lebensjahr eine der wesentlichen Sportarten zur basismotorischen Entwicklung von Kindern. Denn nur dort können sie diverse Bewegungserfahrungen erleben, die das Körperbewusstsein erweitern: Druck, Widerstand, Gleichgewichtsempfinden.

Schwimmverein fördert das soziale Miteinander

Zudem verbessert Schwimmen die Haltung. Es stärkt die Arm- und Rückenmuskulatur und beugt auf diese Weise schon frühzeitig Haltungsschäden vor. Zusätzlich gibt Schwimmen Sicherheit und wirkt sich positiv auf die kindliche Entwicklung aus, indem es die Unab­hängigkeit unterstützt und die Selbstständigkeit sowie das Selbstbewusstsein stärkt.

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Kinder, die mehr als nur ab und zu schwimmen gehen wollen, treten am besten direkt einem Schwimmverein bei. Das fördert das soziale Miteinander und den Austausch der Kinder unter­einander.

Lange Wartezeiten bei Schwimmkursen

Doch obwohl der Wassersport so viele positive Vorteile mit sich bringt, geht der Trend leider in die falsche Richtung. Eine Forsa-Umfrage aus dem Jahr 2017 zeigt, dass immer weniger Kinder richtig schwimmen können. Das liegt unter anderem an nicht vorhandenen Schwimm­stunden im Schulunterricht, zudem stellen sich Handys und Videospiele in der Freizeit dem Schwimmvergnügen in den Weg. Doch auch das Angebot an Schwimmkursen ist oftmals dürftig, und es gibt lange Wartezeiten.

Rund ein Drittel der Kinder, die die Grundschule verlassen, können deshalb nicht richtig schwimmen. Das beste Mittel dagegen: Proaktiv mit den eigenen Kindern ins Frei- oder Hallenbad und ein paar Bahnen ziehen. Der Körper wird es zu schätzen wissen.

Professor Ingo Froböse ist Leiter des Gesundheitszentrums an der Sporthochschule Köln und gibt an dieser Stelle regelmäßig Tipps.

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In der Kolumne „Auf der Couch“ schreiben wechselnde Experten zu den Themen Partnerschaft, Achtsamkeit, Karriere und Gesundheit. Martin Wehrle ist Karriereberater.

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