Fördeschifffahrt

16 Millionen Euro für Kiels neue Fähren

Foto: Die neue Plug-in-Hybrid-Fähre für Kiel: Im Frühling 2020 soll die neue "Gaarden" von der Bauwerft in den Niederlanden nach Kiel überführt werden.

Die neue Plug-in-Hybrid-Fähre für Kiel: Im Frühling 2020 soll die neue "Gaarden" von der Bauwerft in den Niederlanden nach Kiel überführt werden.

Kiel. Die Erneuerung der Kieler Fördeschifffahrt war längst überfällig. Die Fähren "Laboe", "Strande", "Heikendorf" und "Schilksee" sind zum Teil 35 Jahre alt und technologisch überholt. "Der dieselmechanische Antrieb ist nicht mehr zeitgemäß", sagte SFK-Geschäftsführer Andreas Schulz. Gewinner der Ausschreibung ist ein Entwurf aus den Niederlanden. Die Werft Hollands Shipyards soll die "Gaarden" bauen und zur Sommersaison 2020 liefern.

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Von Bahnhof bis Bellevue im Batteriebetrieb

Beim Antrieb setzt die Reederei auf ein komplett neues Konzept für Kiel. Die "Gaarden" wird von zwei Festpropellern über zwei Wellen mit Elektromotoren angetrieben. Der Strom für die beiden Motoren liefern entweder zwei Generatoren oder Batterien. "Wir wollen die Fähre vom Bahnhof bis Bellevue komplett im Batteriebetrieb fahren lassen", sagt Schulz. Die übrige Strecke bis Laboe soll dann mit dem synthetischen Treibstoff GTL gefahren werden. Die Fähre soll über Nacht mit einem Plug-In-Anschluss am Bahnhofskai aufgeladen werden.

Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer und SFK-Aufsichtsratsvorsitzender Volkhard Hanns (beide SPD) begrüßten das Konzept. "Das ist ein weiterer Mosaikstein für Kiel auf dem Weg zur Luftreinhaltung und mehr Klimaschutz", so Kämpfer.

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3,9 Millionen Euro soll die "Gaarden" kosten. Für die drei Folgeschiffe "Friedrichsort", "Wik" und "Schilksee" wurden bislang nur Optionen unterschrieben. Wenn die Werft den Auftrag zur Zufriedenheit der Kieler Reederei erfüllt, sollen die Optionen dann direkt zu Festaufträgen mit der Lieferung 2022, 2024 und 2026 umgewandelt werden. Insgesamt sollen 16 Millionen Euro investiert werden. Darüber hinaus sind weitere Neubauten für die Schwentine-Linie und die Schleppersparte in Planung.

Umlandgemeinden bei Namensgebung nicht berücksichtigt

"Wir müssen das Rad nicht neu erfinden. Für die Kieler Fähre benutzen wir nur Komponenten, die wir schon gebaut haben und die sich bewährt haben", sagt Werft-Geschäftsführer Edo A. Dolfin.  Die niederländische Werft mit Hauptsitz in Hardinxveld-Giessendam bei Rotterdam hat seit 2013 Erfahrungen im Bau von Hybrid-Schiffen.

Die vier SFK-Neubauten sollen die Fähren "Laboe", "Strande", "Schilksee" und "Heikendorf" ersetzen. Der Grund, weshalb nur der Name "Schilksee" weiter fortgeführt wird, ist kein Zufall: "Da die Stadt Kiel diese Schiffe finanziert, wählen wir auch die Namen", sagte Oberbürgermeister Ulf Kämpfer in Anspielung auf die geringe finanzielle Unterstützung der Fördeschiffe durch die Kreise im Umland.

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