Stickoxid-Maßnahmen

Am Heuss-Ring in Kiel wird es ernst

Foto: Purevento-Geschäftsführer Robert Krüger präsentierte seinen Luftfilter am Donnerstagabend im Bauausschuss, und sieht dem Testbetrieb der Einzelanlage ab kommender Woche positiv entgegen.

Purevento-Geschäftsführer Robert Krüger präsentierte seinen Luftfilter am Donnerstagabend im Bauausschuss, und sieht dem Testbetrieb der Einzelanlage ab kommender Woche positiv entgegen.

Kiel. Was soll alles passieren? Die Höchstgeschwindigkeit auf diesem Abschnitt der Stadtautobahn wird von 70 auf 50 km/h reduziert. Mehrere Zu- und Abfahrten werden gesperrt, um den Verkehrsfluss zu erhöhen, und die Luftfilteranlage von Purevento soll die Luft säubern. Einen Tag zuvor hatte ein Labortest in den eigenen Hallen der Firma Purevento stattgefunden. Die Ergebnisse waren nach ihren Angaben beeindruckend. Nun folgt der Echttest am Kieler Straßenrand, wie Geschäftsführer Robert Krüger im Bauausschuss am Donnerstagabend ankündigte.

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Purevento sieht den Test selbst positiv

Gemessen wurden die Verläufe von einem Gerät der Marke Airpointer, welches Purevento selbst angeschafft hat. Die Stadt Kiel besitze keines. Doch um Verlässlichkeit zu belegen, verweist Purevento auf dessen Tüv-Abnahme und Freigabe durch das Umweltbundesamt. Außerdem würden die Untersuchungen in Kiel vom Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume begleitet. So war auch der Auftritt im Bauausschuss für Purevento nach dem ersten Aufstelltest im Februar eine Art Bewährungsprobe: Geschäftsführer Krüger präsentierte das Konzept für den belasteten 190-Meter-Bereich am Theodor-Heuss-Ring. "Man braucht eine vernünftige Bemessungsgrundlage", räumte Krüger ein. Auch sein Team fiebere dem Real-Test entgegen.

Auch andere Filter im Angebot

Erzielt der Reiniger aber annähernd die Laborergebnisse, könnte Purevento überzeugen. Sie wollen dann sechs etwas kleinere Absauganlagen am Theodor-Heuss-Ring platzieren, vier im relevanten Korridor, zwei leicht außerhalb, um auch unterschiedliche Windrichtungen abzudecken. Ob das Unternehmen aus Trittau den Auftrag bekommt, ist allerdings noch lange nicht sicher. Die Stadt prüft auch Filter von Air-2-Public aus Ortenberg und Mann+Hummel aus Ludwigsburg (beides Baden-Württemberg). Ersterer soll wie die Purevento-Container über Werbewände Zusatzeinnahmen generieren, die den Preis abfedern. Zwar gibt es noch keine Verhandlungen, aber ein einzelnes Gerät von Purevento kostet derzeit 80 000 Euro. Auch eine Leasingvariante sei möglich, so das Unternehmen.

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