Oberbürgermeister-Wahl

Andreas Ellendt tritt für Kiels CDU an

Foto: Andreas Ellendt (55, CDU) vor dem Kieler Rathaus

Andreas Ellendt (55, CDU) vor dem Kieler Rathaus, in das er als Oberbürgermeister einziehen möchte.

Kiel. Als Andreas Ellendt in der Kreisvorstandssitzung am vergangenen Mittwoch seinen Hut in den Ring warf, habe der Landtagsabgeordnete Tobias Loose (34) seine zuvor erklärte Bereitschaft zur Kandidatur zurückgezogen, berichtete der Kreisvorsitzende Thomas Stritzl. Ein Kreisparteitag am 15. Juni 2019 muss den CDU-Kandidaten noch offiziell aufstellen.

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Andreas Ellendt ist Vater von vier Kindern

Andreas Ellendt ist Vater zweier erwachsener und zweier kleiner Töchter. Er lebt mit seiner zweiten Frau und den acht- und fünfjährigen Kindern im Stadtteil Suchsdorf.

Stritzl nannte Ellendt einen ausgewiesenen Experten für Kieler Bildungsthemen. Zudem wisse er als Vorsitzender der christlich-demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA) in Kiel um die Sorgen und Nöte der Menschen in der Stadt.

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Liebäugeln mit den Grünen

Der promovierte Naturwissenschaftler Andreas Ellendt offenbarte sich im Gespräch mit KN-online als passionierter Umweltpolitiker: "Ich freue mich über jeden Pkw, der nicht nach Kiel fährt." Bevor er 1998 in die CDU eintrat, habe er auch mit den Grünen geliebäugelt.

Seine Herangehensweise verglich Ellendt mit der der Bundeskanzlerin Angela Merkel, einer Physikerin: "Ich gehöre zu den Menschen, die Dinge durchdringen und vom Ende her denken. Eine naturwissenschaftliche Denke eben."

Andreas Ellendt: "Kämpfer baut Luftschlösser"

Er wolle nicht alles anders, aber vieles besser machen, sagte Ellendt. Seinem Kontrahenten bei der OB-Wahl, Ulf Kämpfer, wirft er vor, er toure mit lauter Ankündigungen durch die Stadt Kiel und baue Luftschlösser. "Da bin ich verlässlicher", sagte Ellendt. "Ich kündige nur an, was ich umsetzen kann."

Zudem verliere Ulf Kämpfer bei Kritik allzu leicht die Contenance, monierte der Herausforderer. Ein Oberbürgermeister müsse mehr die Ruhe bewahren.

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Als Verwaltungschef wolle er mehr als Kämpfer das Primat der Politik respektieren, sagte Ellendt. Die Ratsversammlung sei für ihn keine lästige Pflichtübung, sondern Auftraggeber.

Für OB-Wahlkampf in Kiel: Ellendt nimmt unnbezahlten Sonderurlaub

Für den Wahlkampf zwischen den Sommer- und den Herbstferien wolle er unbezahlten Sonderurlaub nehmen, kündigte der Gymnasiallehrer an. Die Schulleitung sei informiert.

Praktisch ab sofort will der Kandidat sich in der Stadt Kiel bekannt machen. Als Vorbild in der Wahlkampfführung nennt Ellendt den Ministerpräsidenten Daniel Günther, der sich 2017 innerhalb kurzer Zeit mit wenigen Schwerpunktthemen einen Namen gemacht habe.

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