Neues Gesetz

Arbeitgeber kritisieren Brückenteilzeit

Foto: Mehr Zeit für die Familie - so funktioniert die Brückenteilzeit.

Mehr Zeit für die Familie - so funktioniert die Brückenteilzeit.

Kiel. Seit Januar gilt nun mit der Brückenteilzeit ein neues Gesetz, das für Arbeitnehmer einen Kulturwandel hinsichtlich Arbeitszeit und Flexibilität einläutet, für Arbeitgeber eine Herausforderung in Sachen Bürokratie und Betriebsabläufen darstellt. Besonders für Frauen könnte der neue Paragraf 9a des Teilzeitbefristungsgesetzes künftig das Ende der Teilzeitfalle bedeuten: Hatten sie erst einmal wegen ihrer Kinder die Arbeitszeit reduziert, konnten sie, das zeigen Statistiken der Arbeitsagentur, oftmals später nicht mehr auf eine höhere oder volle Stundenzahl aufstocken.

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DGB begrüßt das neue Gesetz

"Auch deshalb haben wir diese Regelung schon seit Langem gefordert", sagt DGB-Regionsgeschäftsführer Frank Hornschu. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie werde immer wichtiger, "das neue Gesetz, das wir sehr begrüßen, ist nah bei den Menschen und ihren Bedürfnissen", sagt der Gewerkschafter.

Arbeitsminister Buchholz: "Grundsätzlich eine gute Idee"

Als "grundsätzlich gute Idee" bezeichnet Arbeitsminister Bernd Buchholz (FDP) die Brückenteilzeit, mit der gesuchte Fachkräfte stärker an Betriebe gebunden werden könnten: "Heutzutage ist das Teil der Work-Life-Balance." Andererseits müsse man sehen, so Buchholz, dass die gewählte Form der Ausgestaltung des Gesetzes die Betriebe "vor erhebliche organisatorische und bürokratische Herausforderungen" stellt.

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Eine bürokratische Belastung

Hendrik Murmann, Vorsitzender des Unternehmensverbandes Kiel (UV Kiel), bewertet das neue Gesetz als weitere bürokratische Belastung für die Arbeitgeber – und das in Zeiten, in denen Betriebe händeringend nach Fachkräften suchten: "Flexibilisierung der Arbeit ist wichtig, ohne dabei den Schutz der Arbeitnehmer zu vernachlässigen. Mit der Einführung einer komplizierten Regelung zur Brückenteilzeit ist aber niemandem wirklich geholfen."

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