Aktionstag der Arbeitsagentur

Ausbildungsplatz gesucht? Diese Tipps geben Azubis aus Kiel

Paulina Meißner hat selbst ihr duales Studium bei der knk Unternehmensgruppe absolviert. Nun informiert sie andere junge Menschen über ihr Unternehmen.

Paulina Meißner hat selbst ihr duales Studium bei der knk Unternehmensgruppe absolviert. Nun informiert sie andere junge Menschen über ihr Unternehmen.

Kiel. Knapp 800 Ausbildungsplätze in Kiel waren im Mai noch unbesetzt. Die Kieler Arbeitsagentur hat nun einen Aktionstag im Berufsbildungszentrum (BIZ) auf die Beine gestellt, um junge Menschen über mögliche Ausbildungsberufe zu informieren und ihnen eine Orientierung in der Berufswahl zu bieten. Dabei waren nicht nur Handwerks- und Industriebetriebe vor Ort, sondern auch Unternehmen aus der IT-Branche. Wir stellen zwei Ausbildungsbetriebe aus Kiel mit freien Stellen vor.

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Mit Rat steht im BIZ auch Maik zur Seite: Der 24-Jährige hat seine Ausbildung beim Industriebetrieb Hoedtke in Wellsee absolviert und ist mittlerweile zum Industriemeister aufgestiegen. Das Unternehmen mit Schwerpunktsetzung in Metall- und Lasertechnik bietet Ausbildungsberufe in verschiedenen Fachrichtungen an – etwa zum Mechatroniker oder zum Verfahrenstechniker.

Dass auch bei seinem Arbeitgeber noch Ausbildungsplätze zum kommenden Sommer verfügbar sind, ist für Maik, wie er sagt, nur schwer nachvollziehbar: „Ich habe durch meine Ausbildung im Betrieb weitreichend profitiert“, schwärmt er. Neben einer fairen Ausbildungsvergütung habe ihm der Betrieb stets eine gute Orientierungsmöglichkeit geboten und das Team für eine angenehme, arbeitsfördernde Atmosphäre gesorgt.

Eine Berufsberatung hilft bei der Suche nach dem Ausbildungsplatz

Wer noch einen Ausbildungsplatz sucht, dem rät der 24-Jährige dazu, sich für eine Berufsberatung bei der Agentur für Arbeit anzumelden. Dort können junge Leute untereinander sprechen, und man könne durch Fragen noch einmal gut die eigenen Stärken und Schwächen herausstellen. „Häufig ist eine Berufsberatung eine gute Orientierungsmöglichkeit“, sagt der Industriemeister.

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Die Zahl der Bewerbungen sei sehr rückläufig: Viele junge Leute, schätzt er, trauen sich wegen einer aus ihrer Sicht mangelnden Qualität oder unzureichenden Noten nicht, sich zu bewerben. Noten seien aber immer nur ein erster Eindruck, betont Maik: „Vielmehr sollte die Motivation erkennbar sein, sich handwerklich zu engagieren und in der Praxis, vor allem im Team, mitzuwirken. Klar, wenn man zwei linke Hände hat, gibt es auch noch andere Ausbildungsberufe, die weniger handwerkliches Geschick erfordern.“ Wer jedoch Durchhaltevermögen zeigt, dem werden alle notwendigen Fähigkeiten vermittelt. „Dazu ist eine Ausbildung schließlich gedacht.“

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Auch Paulina Meißner, die ihr duales Studium zur Betriebswirtin bei der knk Unternehmensgruppe absolviert hat, hält eine Berufsberatung für empfehlenswert. „Mittlerweile wird in der Schulzeit zu wenig Praxisnähe zur Arbeitswelt vermittelt, vor allem, da während der Pandemie sämtliche Praktika weggefallen sind.“ Eine Berufsberatung gebe deshalb schon sehr gute Impulse und man bekomme mal einen Überblick über die verschiedenen Berufsfelder und Branchen.

Hauptvoraussetzung: Spaß an der Arbeit

Ein gewisser Grad an digitaler Kompetenz sollte vorliegen, dieser müsse aber nicht über grundlegende Microsoft-Office-Kenntnisse hinausgehen. Viel schwerer, sagt Paulina Meißner, wiegen auch hier die sozialen Komponenten. Man sollte versuchen, Spaß an der Arbeit zu haben, und solange man Lust hat, etwas zu bewirken und mitzuentwickeln, kämen die übrigen Fähigkeiten von allein.

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„Natürlich ist Teamfähigkeit sowie Verantwortungsbereitschaft in einem IT-orientierten Unternehmen und auch eine gewisse digitale Affinität von Vorteil“, schmunzelt Paulina. „Aber selbst wenn hier keine weitreichenden Vorkenntnisse bestehen, werden bei knk sowohl die Auszubildenden als auch die dualen Studenten an die Hand genommen und stets unterstützt.“ Für das duale Studium sollte man mindestens eine Fachhochschulreife vorweisen können, Voraussetzung für die Ausbildung ist mindestens ein Realschulabschluss.

Die knk Unternehmensgruppe bietet das duale Studium sowohl im Bereich der Betriebswirtschaftslehre als auch in der Wirtschaftsinformatik an. Dabei besteht eine Partnerschaft mit der Nordakademie in Hamburg. Wer keine Lust auf ein duales Studium hat, kann stattdessen aus den Ausbildungsberufen in der Fachinformatik für Anwendungsentwicklung oder für Systemintegration wählen. Auch Kaufleute im Bereich des Büromanagements oder für IT-Systemmanagement sowie Personaldienstleistungskaufleute werden ausgebildet.

Weitere Informationen zu verschiedenen Ausbildungsberufen gibt es unter kuestenfischer.de.

Von Jonas Kruse

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