Schiffs-Emissionen

Behörde verhängt Strafe gegen Color Line

Foto: Die in der Brücke über dem Großen Belt (Foto)  angebrachten dänischen Messanlagen registrierten 2016 zu hohe Schwefeldioxidwerte aus dem Schornstein der "Coloer Magic". Die Reederei bekam deshalb jetzt eine Strafe. 

Die in der Brücke über dem Großen Belt (Foto)  angebrachten dänischen Messanlagen registrierten 2016 zu hohe Schwefeldioxidwerte aus dem Schornstein der "Coloer Magic". Die Reederei bekam deshalb jetzt eine Strafe.

Kiel. Verstöße gegen geltende Grenzwerte bei Schiffsemissionen werden auch auf See geahndet. Dies bekam jetzt die Color Line zu spüren. Wie die norwegische Schifffahrtsbehörde NMA mitteilte, ist gegen eine Fähre auf der Route Kiel-Oslo die bislang höchste Strafe im Zusammenhang mit den seit Januar 2015 geltenden Höchstwerten für die Schwefel verhängt. Die Reederei soll 600000 norwegischen Kronen zahlen, das sind umgerechnet 62000 Euro. Die Reederei hat jedoch Widerspruch eingelegt.

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Die norwegische Behörden waren im Sommer 2016 durch dänische Kollegen auf die „Color Magic“ aufmerksam gemacht worden. Dänemark hat in der Brücke über dem Großen Belt so genannte Sniffer (Schnüffler) installiert, die genau feststellen können, ob der Ausstoß von Schwefeldioxid über den erlaubten Werten liegt.

Bei der „Color Magic“ schlug das System dreimal an. Nach dem Hinweis aus Dänemark inspizierte die norwegische Schifffahrtsbehörde die „Color Magic“ unangemeldet und sichtete Protokolle im Maschinenraum. Da nach der Inspektion der Behörden in Oslo noch weitere Fälle auftraten, griff die norwegische Behörde jetzt durch und verhängte im Februar die Strafe gegen die Reederei. Auch die Wasserschutzpolizei in Kiel ermittelt inzwischen. „Aufgrund der noch laufenden Ermittlungen werden aber keine näheren Angaben gemacht“, so ein Sprecher der Kieler Polizeidirektion.

Die norwegische Schifffahrtsbehörde verhängte 2017 insgesamt vier Strafen gegen Schiffe, denen ein Verstoß gegen die geltenden Grenzwerte bei Schwefel nachgewiesen werden konnten. Da die Dunkelziffer hoch ist, wird die norwegische Küstenwache jetzt moderne Drohnen einsetzen, die in den Abgaswolken der Schiffe in norwegischen Gewässern unangemeldet Messungen vornehmen.

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