Falsche Polizisten

Betrüger ergaunern rund 300.000 Euro

Foto: Beute im Wert von rund 300.000 Euro machten falsche Polizisten und ein falscher Staatsanwalt bei einem älteren Ehepaar in Kiel am vergangenen Freitag.

Beute im Wert von rund 300.000 Euro machten falsche Polizisten und ein falscher Staatsanwalt bei einem älteren Ehepaar in Kiel am vergangenen Freitag.

Kiel. Ein falscher Staatsanwalt und falsche Polizeibeamte haben am Freitag, 19. Oktober, von einem älteren Kieler Ehepaar Gegenstände im Wert von ca. 300.000 Euro erbeutet. Tags zuvor erhielt die Kielerin einen Anruf von einem angeblichen Staatsanwalt mit Namen "Beckmann". Die Geschichte, die dieser angebliche Staatsanwalt der Geschädigte erzählte, "ähnelte denen, die üblicherweise von solchen Tätern benutzt werden", teilte die Polizei mit: Bei zuvor festgenommenen Einbrechern sei ein Hinweis auf das ältere Ehepaar eingegangen, das nun Gefahr laufen würde, sein Hab und Gut zu verlieren.

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Übergabe erfolgte am Freitag im Bereich Prüner Gang/Sandkuhle

Wie es weiter heißt, fand eine Übergabe der Wertgegenstände daraufhin am nächsten Morgen gegen 9.30 Uhr im Bereich Prüner Gang/Sandkuhle statt. Die Geschädigte traf dort auf eine weibliche Person, die sie als zierlich und klein (ca. 1,60 Meter) beschrieb. Sie soll 27 bis 30 Jahre alt gewesen sein und dunkle, halblange Haare gehabt haben. Sie habe eine rote Jacke getragen und hochdeutsch gesprochen haben. Ihr Erscheinungsbild soll südländisch gewesen sein.

Die Kriminalpolizei und die Kieler Staatsanwaltschaft haben die Ermittlungen aufgenommen. Die Behörden suchen Zeugen, die die Übergabe im Bereich Prüner Gang/Sandkuhle beobachtet haben und Angaben zu der weiblichen Person machen können. Hinweise werden unter Tel. 0431-1603333 entgegengenommen.

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Fallzahlen sind rasant angestiegen

In den vergangenen Tagen seien die Fallzahlen im Stadtgebiet von Kiel und im Kreis Plön deutlich angestiegen, heißt es vonseiten der Polizei. Die Kriminalpolizei verzeichnete fast 60 Fälle. Glücklicherweise ließen sich die Angerufenen in diesen Fällen nicht in die Irre leiten und nahmen Kontakt zur Polizei auf.

Erst vor wenigen Tagen hatte die Polizei in Eckernförde über das Thema öffentlich aufgeklärt.

Die Polizei warnt erneut vor dieser Betrugsmasche: "Wir fragen nicht nach ihrem Kontostand, nach Bargeld oder nach Wertgegenständen, die sie zu Hause oder auf der Bank lagern. Lassen sie sich von den oft wortgewandten Anrufern nicht täuschen." Ein Anruf bei einer Polizeidienststelle oder dem Polizeiruf 110 könne vor großem Schaden bewahren. "Wichtig ist, dass sie bei ihrem Anruf bei der Polizei nicht die Rückruffunktion ihres Telefons nutzen, sondern die Nummer eigenständig eingeben."

Mehr zum Thema: In Kiel musste der Beginn eines Prozesses am Landgericht gegen falsche Polizisten Anfangs des Monats wegen der Erkrankung eines Beisitzers kurzfristig verschoben worden.

Von RND/KN

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