Zentrale Anlaufstelle / Bahn

Messerattacke im Zug in Brokstedt: Hier finden Betroffene Hilfe

Nach der Messerattacke in Brokstedt: Einsatzkräfte der Polizei und Rettungsdienste sind an einem Bahnübergang im Einsatz. Bei einer Messerattacke in einem Regionalzug von Kiel nach Hamburg sind am Mittwoch sieben Menschen verletzt worden. Zwei starben.

Nach der Messerattacke in Brokstedt: Einsatzkräfte der Polizei und Rettungsdienste sind an einem Bahnübergang im Einsatz. Bei einer Messerattacke in einem Regionalzug von Kiel nach Hamburg sind am Mittwoch sieben Menschen verletzt worden. Zwei starben.

Kiel/Brokstedt. Für 120 Reisende endete die Zugfahrt von Kiel nach Hamburg in einem Albtraum: Ein Mann stach mit einem Messer auf Fahrgäste ein. Eine 17-Jährige und ein 19-Jähriger aus Schleswig-Holstein kamen ums Leben. Sieben Menschen wurden verletzt – vier von ihnen schwer. Den Betroffenen der Messerattacke von Brokstedt bietet das Land nun Hilfe an.

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Messerattacke im Zug in Brokstedt: Hier finden Betroffene Hilfe

Schleswig-Holsteins Justizministerin Kerstin von der Decken informierte am Mittwochabend über das Angebot: Unter der Telefonnummer 0800/0007554 können Betroffene sich professionelle Hilfe bei der zentralen Anlaufstelle für Opfer von Straftaten und deren Angehörigen in Schleswig-Holstein holen. Von der Decken drückte den Opfern und deren Angehörigen ihr tiefstes Mitgefühl aus. "Ich bin absolut schockiert über die Ereignisse in Brokstedt."

Der Weiße Ring in Schleswig-Holstein bietet Betroffenen und Opfern Hilfe vor Ort an. Nähere Informationen zu den Außenstellen des Weißen Rings mit Telefonnummern und weiteren Kontaktmöglichkeiten stellt die Opferschutzorganisation auf seiner Webseite zur Verfügung.

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Am Mittwochnachmittag wurden bereits rund 70 Betroffene psychologisch im Bürgerhaus in Brokstedt betreut und anschließend von der Polizei befragt. Die Polizei hat auch ein Bürgertelefon eingerichtet. Dieses ist unter der Telefonnummer 04821/6022002 zu erreichen. Unter dieser Nummer können sich auch Fahrgäste melden, die noch keine Zeugenaussage gemacht haben.

Hilfe bietet auch das Erzbistum Hamburg an. "Unsere Seelsorgerinnen und Seelsorger sind für alle ansprechbar, die Beistand und Hilfe brauchen", sagte Hamburger Erzbischof Stefan Heße am Donnerstag.

Gepäck im Zug vergessen: Bei der Bahn melden

Da nach der Messerattacke Panik ausbrach, haben einige Reisende ihr Gepäck im Zug vergessen. Um es wiederzubekommen, sollen betroffene Fahrgäste aus dem RE 11223 von Kiel nach Hamburg (Strecke RE70) sich beim Kundendialog der DB Regio Schleswig-Holstein melden. Per Telefon 0431/53440500 oder Online-Kontaktformular. Nach Absprache zwischen Polizei und Bahn können die Betroffenen seit Freitag ihr Eigentum wieder in Empfang nehmen.

Ein vergleichbar schweres Gewaltverbrechen in einem Zug wie die tödliche Messerattacke am Mittwoch hat es laut Verkehrsminister Claus Ruhe Madsen (parteilos) in Schleswig-Holstein noch nicht gegeben.

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Madsen und der Geschäftsführer des Verkehrsverbundes Nah.SH, Arne Beck, erklärten, sie seien in Gedanken bei den Betroffenen und bei deren Angehörigen. Den Verletzten wünschten sie schnelle Genesung. „Jetzt hoffen wir auf eine zügige Aufklärung durch die Polizei“, sagte Beck laut Mitteilung.

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