4511 Studienanfänger

So lief die Erstsemester-Begrüßung an der CAU in Kiel

Nach zwei Jahren mit Corona-Einschränkungen war die Erstsemester-Begrüßung zum Wintersemester 2022/23 im Audimax der Christian-Albrechts-Universität wieder sehr gut gefüllt.

Nach zwei Jahren mit Corona-Einschränkungen war die Erstsemester-Begrüßung zum Wintersemester 2022/23 im Audimax der Christian-Albrechts-Universität wieder sehr gut gefüllt.

Kiel. Es ist der Start in einen neuen Lebensabschnitt: 4511 Erstsemester nehmen im Oktober ein Studium an der Kieler Christian-Albrechts-Universität auf. Damit sind 27.128 Studierende an der Hochschule eingeschrieben. Am Montag wurden die neuen Studierende offiziell willkommen geheißen. Der Frederik-Paulsen-Hörsaal im Audimax war sehr gut gefüllt, erstmals seit Pandemiebeginn konnte die Erstsemester-Begrüßung wieder ohne Einschränkungen stattfinden. Und doch gehörten Corona, der russische Angriffskrieg auf die Ukraine und die Frage nach Präsenzlehre zu den prägenden Themen auf dem CAU-Campus.

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Ziel der Christian-Albrechts-Universität ist es, trotz Corona und der Notwendigkeit, Strom zu sparen, in diesem Wintersemester alle Veranstaltungen in Präsenz durchzuführen und als alternatives Angebot Hybridlehre zu ermöglichen – also direkt aus dem Hörsaal oder dem Seminarraum in die Wohnzimmer der Studierenden zu streamen. Dies bestätigte sowohl CAU-Präsidentin Prof. Simone Fulda als auch Ministerpräsident Daniel Günther. "Auch an der Hochschule muss Strom gespart werden", sagte der CDU-Politiker in einer Videobotschaft an die Erstsemester. "Das darf aber nicht dazu führen, dass die Präsenzlehre darunter leidet." Wie berichtet, soll die CAU ihren Energie-Verbrauch um 20 Prozent reduzieren, die Veranstaltungsräume sollen aber nicht geschlossen werden.

Studieren in Kiel: Leben und Arbeiten, wo andere Urlaub machen

Neben den Herausforderungen, vor denen Hochschulen aufgrund der aktuellen Weltlage stehen, wurde bei der Erstsemester-Begrüßung auf die besondere, aufregende und lehrreiche Zeit während eines Studiums aufmerksam gemacht und die Vorteile des Studienstandorts Kiel herausgestellt. „Sie sollen Ihr Studium genießen und eine tolle Zeit haben“, rief CAU-Präsidentin Fulda den Erstsemestern zu. „Hier ist Leben und Arbeiten da, wo andere Urlaub machen. Hier werden Sie sich schnell heimisch fühlen“, ergänzte Ordnungsdezernent Christian Zierau als Vertreter der Stadt, der dafür warb, dass die Studierenden nach ihrem Abschluss in der Region bleiben. „Wir brauchen Ihre Ideen und wollen mit Ihnen eine noch kreativere, nachhaltigere und dynamischere Stadt werden.“

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Auch von den Dekanen der acht Fakultäten gab es Tipps für ein erfolgreiches Studium auf akademischer und sozialer Ebene. Prof. Reinhard Koch machte deutlich, dass ein Studium die Verbindung zwischen Wissenschaft und Freundschaft sei. Einen seiner heuten besten Freunde hat der Dekan der Technische Fakultät im ersten Semester kennengelernt.

Noch ist es zu früh zu sagen, ob sich unter den neuen Studierenden an der CAU Freundschaften fürs Leben entwickeln, die ersten Kontakte zu den Kommilitonen sind aber bereits vor Beginn der Vorlesungen geknüpft. So haben sich die beiden angehenden Biologie-Studentinnen Tori Brocks und Lara Holthusen bei einer Ersti-Veranstaltung ihrer Fachschaft kennengelernt und sind am Montag gemeinsam ins Audimax gekommen. Während die 25-jährige Tori Brocks bereits eine Ausbildung zur Pharmazeutisch-technischen Assistentin absolviert und erste Berufserfahrung gesammelt hat, kommt Lara Holthusen frisch von der Schule an die CAU. Die 21-Jährige stammt aus Elmshorn und hat sich bewusst für ein Studium in der Landeshauptstadt entschieden. „Ich hatte die Wahl zwischen Kiel und Hamburg, aber Hamburg hat kein Meer“, erklärt sie ihre Entscheidung pro Kiel.

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Auch Marek Thomas (Informatik) und Timo Garbrecht (Wirtschaftsinformatik) haben sich bereits vor dem Studium in einem Mathe-Vorkurs kennengelernt. Während es für den Kieler Garbrecht außer Frage stand, ein Studium in der Heimat zu beginnen, schwankte Thomas zwischen den Standorten Kiel und Hamburg. Der 18-Jährige wohnt in Poyenberg, einem kleinen Ort zwischen Neumünster und Itzehoe – und wird dort vorerst wohnen bleiben und zur Uni pendeln. Perspektivisch will er gerne nach Kiel ziehen. Wenn er abends mal nicht mehr nach Hause fahren will, kann er auch bei seinem älteren Bruder übernachten, der bereits an der CAU studiert. „Von ihm habe ich nur gute Sache über Kiel gehört.“

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Erstsemester an der FH und der Muthesius

Nicht nur an der Christian-Albrechts-Universität ist das Wintersemester gestartet. An der Muthesius-Kunsthochschule sind am Montag 129 Erstsemester-Studierende begrüßt worden, am Dienstag kommen außerdem neue Master-Studierende, sodass nun insgesamt 658 Studierende an der Kunsthochschule immatrikuliert sind – in den Studiengängen Industriedesign, Kommunikationsdesign, Freie Kunst, Kunst auf Lehramt und Raumstrategien. An der Fachhochschule ist das Wintersemester bereits im September gestartet mit 1176 neuen Studierenden im ersten Fachsemester.

Bereits seit ihrer Schulzeit kennen sich Pia Brackmann (19), Caja Thurau (18) und Paul Ziegert (18). Alle Drei machten an der Klaus-Harms-Schule in Kappeln ihr Abitur und wurden dort sehr von ihrer Mathelehrerin geprägt – sodass sie nun selber Mathe auf Lehramt studieren. „Wir konnten uns nicht vorstellen, vom Wasser wegzuziehen“, erklären sie die Wahl für den Studienstandort. Und obwohl der Wohnungsmarkt in Kiel sehr umkämpft ist, haben alle eine Unterkunft gefunden – Pia Brackmann und Caja Thurau in Studentenwohnheimen, Paul Ziegert in einer Dreier-WG, die er mit zwei weiteren Schulfreunden bezieht. „Halb Kappeln ist nach Kiel gezogen“, scherzen die drei, die in ihrer Freizeit außerhalb des Studiums das Sportangebot der CAU nutzen wollen und sich bereits für Fechtkurse angemeldet haben.

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