OB-Wahl an der Förde

CDU in Kiel gibt sich kämpferisch

Foto: CDU-Kreischef Thomas Stritzl will bis zum Juni einen Kandidaten für die Oberbürgermeisterwahl im Oktober präsentieren.

CDU-Kreischef Thomas Stritzl will bis zum Juni einen Kandidaten für die Oberbürgermeisterwahl im Oktober präsentieren.

Kiel. "Der Amtsinhaber ist ein starker Kandidat", räumt CDU-Kreischef Thomas Stritzl ein. "Aber die Schäfchen werden im Herbst gezählt. Wir haben eine gute Chance." Die Oberbürgermeisterwahl ist für den 27. Oktober 2019 terminiert. Eine mögliche Stichwahl würde, wie üblich, zwei Wochen später angesetzt werden.

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Scharfe Kritik an Oberbürgermeister Ulf Kämpfer vom Chef der Staatskanzlei

Scharfe Kritik an der Amtsführung von Kämpfer gab es am Wochenende vom Chef der Staatskanzlei, Dirk Schrödter. "Die Stadt tritt nicht nur auf der Stelle, sie verliert stetig an Attraktivität. Die Entwicklung in der Innenstadt ist eigentlich schon ausreichendes Beispiel dafür und spricht für sich", schrieb der CDU-Politiker, der zum Kreisverband Kiel gehört, auf Facebook. Viel "zu groß und unübersehbar" seien die inzwischen deutlich zu Tage tretenden Probleme in der Landeshauptstadt. Der 40-jährige Schrödter ist hinter den Kulissen in den vergangenen Wochen als möglicher CDU-Kandidat ebenso gehandelt worden wie Innen-Staatssekretärin Kristina Herbst und der Kieler Landtagsabgeordnete Tobias Loose. Auf die Frage, ob er dazu bereit sei, antwortete Schrödter: "Ich bin in Verantwortung als Chef der Staatskanzlei. Das macht mir Spaß."

Grüne in Kiel werden vermutlich im Februar über eine Kandidatur entscheiden

Während die SPD die erneute Kandidatur von Ulf Kämpfer auf einem Kreisparteitag nur noch bestätigen muss, wollen sich die anderen Parteien weiterhin nicht festlegen. Die Grünen haben ihre nächste Kreismitgliederversammlung am 28. Februar, auf der nach Einschätzung von Kreischef Johannes Albig auch eine Entscheidung in der Kandidatenfrage getroffen wird. „Es gibt keinen Automatismus, dass wir Ulf Kämpfer unterstützen“, sagte Albig. Man sei „mit unterschiedlichen Personen, die in der Stadtpolitik aktiv waren oder sind, im Gespräch“.

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FDP in Kiel will sich offiziell mit dem Thema erstmals in 14 Tagen beschäftigen

FDP-Kreischef Ingmar Soll kündigte an, das Thema erstmals im Kreisvorstand am 21. Januar besprechen zu wollen. Bis zum Juni wollen sich auch die Kieler Linken Zeit lassen und dann auf einer Kreismitgliederversammlung entscheiden, ob sie einen eigenen Kandidaten küren oder einen anderen unterstützen. „Wir werden dann schauen, wie die Gefechtslage bei den anderen Parteien ist“, sagt Kreisvorstandssprecher Uli Schippels.

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