Bundeswehr-Ausbildung

Das Marinearsenal meldet sich zurück

Foto: Das Marine-Arsenal soll wieder als Ausbildungsstätte genutzt werden.

Das Marine-Arsenal soll wieder als Ausbildungsstätte genutzt werden.

Kiel. Die Schließung der Ausbildungswerkstatt hat sich negativ auf die Nachwuchssituation ausgewirkt.

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Im Marinearsenal in Wilhelmshaven laufen deshalb bereits die Vorbereitungen für eine Aufnahme des Ausbildungsbetriebs in der Außenstelle Kiel. Das für den Arsenalbetrieb zuständige Bundesamt für Ausrüstung, Nutzung und Informationstechnik in Koblenz bestätigte jetzt entsprechende Planungen. „Das Marinearsenal erstellt ein Konzept, in welchem die Rahmenbedingungen zur möglichen Wiederaufnahme des Ausbildungsbetriebes in Kiel untersucht und dargestellt werden“, heißt es auf Nachfrage aus Koblenz. Die Zielvorstellung ist, die ersten Auszubildenden im Herbst 2020 einzustellen – spätestens aber 2021, damit die ersten Nachwuchskräfte nach dreijähriger Ausbildung 2024 zur Verfügung stehen.

Auslöser für diese neue Planung ist die vom Verteidigungsministerium in Berlin vorgegebene „Trendwende Personal“. Sie legt die Ziele der Personalplanung für die kommenden sechs Jahre fest. So werden neben zusätzlichen 5000 Soldaten auch wieder verstärkt zivile Mitarbeiter gesucht. Bis 2024 sollen bundesweit allein 1000 Zivilisten bei der Bundeswehr eingestellt werden, damit altersbedingte Abgänge sowie neue Aufgaben der Streitkräfte geschultert werden können.

Technische Unterstützung aus Kiel

„Mir ist der Aufbau einer Ausbildungswerkstatt am Arsenalstandort Kiel vom Ministerium bestätigt worden. Diese Entscheidung halte ich auch für richtig. Die Schließung des Arsenalbetriebs war eine Fehlentscheidung“, sagte der Wehrbeauftragte Hans-Peter Bartels (SPD) auf Anfrage. Für die Marineeinheiten im Ostseeraum sei die technische Unterstützung in einem Ostseehafen ein wichtiger Faktor, so Bartels. Deshalb begrüßt der Wehrbeauftragte auch die Entscheidung zur technischen Unterstützung der fünf neuen Korvetten durch den Arsenalbetrieb in Kiel. Außerdem sollen Minenjagdeinheiten und U-Boote auch in Zukunft an der Förde betreut werden. Dazu gehört auch die Sehrohrwerkstatt.

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Wie groß die Zahl der in Kiel zu schaffenden neuen Stellen sein wird, stehe noch nicht fest, erklärte das Bundesamt. Hinter vorgehaltener Hand wird aber schon von einer dreistelligen Zahl gesprochen.

KN

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