Schwenteeny

Delfin seit zwei Wochen verschwunden

Foto: Im Mai noch begeisterte "Schwenteeny" die Besucher in Dietrichsdorf. Das letzte Mal wurde der Delfin am 6. Juni gesehen.

Ende Mai sprang der Delfin noch munter in der Schwentinemündung. Seit dem 6. Juni fehlt von ihm jede Spur.

Kiel. Auch Christian Hainke vom Sporthafen Kiel hat den Delfin schon länger nicht mehr zu Gesicht bekommen. Der Betriebsleiter war der Erste, der das Tier am 9. April vor die Kamera bekam. Hainke berichtet auch, dass das Zuschauerinteresse in Dietrichsdorf in den letzten Tagen deutlich abgenommen habe. "Zuletzt war hier kaum noch etwas los."

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Letzte Sichtung am 6. Juni

Bei seiner letzten Sichtung am 4. Juni in der Schwentinemündung zeigte sich der Delfin springfreudig wie eh und je und begeisterte die vielen Besucher in Dietrichsdorf. Auch am 6. Juni an der Hörn zeigte er sich mehrmals. Mehrere Male hintereinander katapultierte er sich aus dem Wasser und klatschte kraftvoll auf die Oberfläche. Was für die Besucher der Förde wie Spaß aussieht, könnte für "Schwenteeny" einen ernsten Hintergrund haben. Wie berichtet, deuten Fotoaufnahmen darauf hin, dass der Delfin an einer Hautkrankheit leidet. Die vielen Sprünge und das Schwimmen in der Nähe der Stege könnten darauf hindeuten, dass sich der Meeressäuger juckt und von den Parasiten befreien möchte.

Vom schmutzigen Wasser oder vom Manöver vertrieben?

Der Kieler Walexperte Boris Culik vermutete beim Anblick der Bilder, dass sich der Delfin die Hautkrankheit durch das schmutzige Wasser in der Schwentinemündung zugezogen hat – in die Förde in Dietrichsdorf fließt ein Großteil der Straßenentwässerung vom Ostufer. Möglich ist nun, dass "Schwenteeny" in sauberere Gewässer weitergezogen ist. Eine andere Theorie ist, dass der Delfin vor dem Baltops-Manöver geflohen ist. An der Nato-Übung rund um Pfingsten haben 55 Schiffe teilgenommen, entsprechend laut wird es für das Tier unter Wasser gewesen sein.

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Kieler Woche spricht gegen Rückkehr

Sollte Baltops der Grund sein, dass "Schwenteeny" die Kieler Förde verlassen hat, ist es unwahrscheinlich, dass er in den nächsten Tagen zurückkehren wird. Denn während der Kieler Woche wird es im und um das Wasser nicht ruhiger werden.

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