Bewegung Seebrücke

Demo für Kiel als "sicherer Hafen"

Foto: Solidarität hochhalten: Rund 500 Demonstranten folgten dem Aufruf der Bewegung Seebrücke in Kiel.

Solidarität hochhalten: Rund 500 Demonstranten folgten dem Aufruf der Bewegung Seebrücke in Kiel.

Kiel. Diesen Impuls wollen die Grünen in der Ratsversammlung aufnehmen. Verbunden damit ist ein Aufruf an die nationale und internationale Politik, im Mittelmeerraum zu handeln. Ab 17.30 Uhr versammelten sich Hunderte Protestierende auf dem Asmus-Bremer-Platz. Von dort aus zog der große Zug über die Rathausstraße Richtung Exerzierplatz bis zum Bahnhofsvorplatz.

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Bewegung will vor Ort Druck auf die Regierung machen

"Wir wollen, dass Kiel zum sicheren Hafen erklärt wird", sagte Maileen Hintze, Sprecherin der Seebrücke in Kiel. Die Stadt müsse zeigen: "Wir sind bereit, die aus Seenot im Mittelmeer geretteten Menschen aufzunehmen", so Hintze. So könne "der Druck aus der Zivilbevölkerung" auf die Bundesregierung übertragen werden. Das Bündnis Seebrücke wird unter anderem von Institutionen wie dem Flüchtlingsrat, der Zentralen Bildungs- und Beratungsstelle für Migranten, dem Netzwerk Antirassistische Aktion sowie dem Runden Tisch gegen Rassismus und Faschismus Kiel unterstützt. Im Sommer hatte es bereits mehrere Demonstrationenin der Innenstadt gegeben, an denen sich auch Gewerkschaften, Kirchenvertreter sowie Linke und Grüne beteiligten.

Grüne wollen Thema erneut aufgreifen

Die Kieler Grünen hatten den Aufruf auch dieses Mal unterstützt. Der Kreisvorsitzende Johannes Albig sagte: "Seenotrettung ist eine gebotene Notwendigkeit, im Mittelmeer wie auch in unserer Ostsee, bei Geflüchteten wie bei Seglern oder bei Fischern." Kieler Bürger hätten in der Vergangenheit das Ankommen Geflüchteter stark unterstützt. Daher sei geboten, Kiel zum "sicheren Hafen" zu erklären. Albig kündigte an, die Fraktion werde das Thema voraussichtlich in die kommende Ratsversammlung tragen.Im August hatte der Rat Kiel zwar bereits zur solidarischen Stadt, aber nicht zum "sicheren Hafen" erklärt. Lübeck, Flensburg oder auch die Hansestadt Hamburg hatten diesen symbolischen Schritt zuletzt bereits vollzogen.

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