Nach NSU-Urteil

Demonstranten gegen "Schlussstrich"

Foto: Ein Kieler Aktionsbündnis zog nach dem NSU-Urteil mit einer Demo gegen Rechtsextremismus aus Gaarden an den Alten Markt.

Ein Kieler Aktionsbündnis zog nach dem NSU-Urteil mit einer Demo gegen Rechtsextremismus aus Gaarden an den Alten Markt.

Kiel. Ihre Botschaft: Mit dem Urteil sollten die Aufarbeitung des Komplexes, der Rolle des Verfassungsschutzes, der Kampf gegen Rechtsextremismus und das Gedenken an die Opfer nicht enden. Zur Demo aufgerufen hatte ein Bündnis vor allem linker Parteien und Organisationen und der Runde Tisch gegen Rassismus und Faschismus.

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Veranstalter mit Teilnehmerzahl sehr zufrieden

In Kiel zogen die Demonstranten ab 17.30 Uhr von Gaarden aus über die Hörnbrücke in die Innenstadt. Bei der Zwischenkundgebung auf dem Holstenplatz fasste Dietrich Lohse vom Runden Tisch zusammen: "Wir fordern, dass das Urteil kein Schlussstrich ist und dass sowohl das Netzwerk, das den NSU möglich gemacht und unterstützt hat, als auch die Rolle des Verfassungsschutzes weiter aufgeklärt werden." Angemeldet hatte die Demo für lediglich 200 Personen  der Linken-Politiker Björn Thoroe. Er zeigte sich sehr zufrieden mit der großen Teilnehmerzahl. Auch Lohse lobte den hohen Zuspruch, "und das an einem Mittwochabend".

Weitere symbolische Straßenumbenennung

Die Hafenstraße benannten die Aktivisten symbolisch in Mehmet-Turgut-Straße um. Schon am Montagabend hatten sie in Kiel-Gaarden einen Abschnitt der Kaiserstraße symbolisch in "S.-Tasköprü-Str." umbenannt. Beide Aktionen in Erinnerung an die NSU-Opfer sind laut Lohse als "Denkanstoß" gedacht. Noch gebe es keine Reaktion von Stadt oder Politik in Kiel, ob eine echte Umbenennung denkbar wäre. Die Aktivisten wollen aber nicht locker lassen und betonen Symbolwert und Gesprächsbereitschaft. Am Sonnabend soll es außerdem einen zentralen norddeutschen Protestmarsch in Hamburg geben, zu dem einige Veranstalter der Demo ebenfalls aufrufen.

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