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Flotte wächst wieder

Die Marine braucht das Kieler Arsenal

Das frisch umgebaute Minenjagdboot „Grömitz“ mit zwei Seehund-Drohnen auf der Kieler Förde.

Das frisch umgebaute Minenjagdboot „Grömitz“ mit zwei Seehund-Drohnen auf der Kieler Förde.

Kiel. Die Marine ist inzwischen auf 46 Einheiten geschrumpft. Als Verteidigungsminister Thomas de Maizière im Jahr 2011 die Bundeswehrreform durchsetzte, sah die Zukunftsplanung ein weiteres Schrumpfen vor. Doch davon ist jetzt nicht mehr die Rede. „In den kommenden Jahren wird die Marine pro Jahr um mindestens ein Schiff oder Boot wachsen“, verkündete Vizeadmiral Andreas Krause.

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Fünf neue Korvetten machen den Anfang

Der Inspekteur der Marine hat eine lange Liste an Neubauprojekten, von denen ein Großteil in der Ostsee beheimatet wird. Den Anfang machen ab 2022 fünf Korvetten der Klasse K130. Die Korvetten „Köln“, „Emden“, „Karlsruhe“, „Augsburg“ und „Lübeck“ werden in Warnemünde stationiert und im Marinearsenal in Kiel betreut. Hinzu kommen ab 2024 neue Tanker, Tender und Minenjagdboote.

Größere Flexibilität durch zweiten Arsenalbetrieb

Noch in dieser Woche wird mit der „Grömitz“ der erste Umbau eines Minenjagdbootes zum Hohlstablenkboot offiziell abgeschlossen. Auch die „Grömitz“ und ihre Schwestern „Datteln“ und „Bad Bevensen“ werden in Zukunft wieder zusammen mit den Minensuch-Drohnen vom Typ „Seehund“ beim Marinearsenal Kiel betreut. Durch die Einführung der EU-Arbeitszeitverordnung sollen lange Wege ins Marinearsenal nach Wilhelmshaven für Einheiten aus der Ostsee in Zukunft unterbleiben. Außerdem bietet ein zweiter Arsenalhafen auch größere Flexibilität angesichts der wieder steigenden Militäraktivitäten in der Ostsee.

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