Tierheim Uhlenkrog

Die "Pfotengeher" helfen in der Not

Foto: Mia lebte mit ihrem Besitzer im Seniorenheim, bekam dort aber mehr Leckerlis als Bewegung.

Mia lebte mit ihrem Besitzer im Seniorenheim, bekam dort aber mehr Leckerlis als Bewegung.

Kiel. „Wir möchten Halter, die Unterstützung mit ihren Tieren im Alltag brauchen, mit Menschen zusammenbringen, die ihnen dabei helfen möchten“, beschreibt Elisabeth Haase, Leiterin des Tierheims. Ausschlag für diese Idee gab vor einiger Zeit die zwölf Jahre alte Golden Retriever Hündin Mia, die bei ihrem Herrchen im Seniorenheim lebte und von allen sehr verwöhnt wurde, jedoch mehr und häufiger mit Leckerlis als mit Bewegung. Die Hündin legte folglich ordentlich an Gewicht zu und auch ein Tumor blieb unerkannt. „Ein paar Hundefreunde wären gerne zwischendurch mit ihr spazieren gegangen und hätten für mehr Bewegung gesorgt, wenn sie davon gewusst hätten“, stellte Elisabeth Haase später in Gesprächen fest.

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Große Nachfrage nach kurzer Zeit

Mias Herrchen starb, und auch die Hündin lebte nicht mehr lange in der neuen Pflegefamilie. So wie ihr geht es auch manch anderen Hunden oder Katzen. Die Halter können aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr, ein neuer Job oder andere Lebensumstände rauben die so wichtige Zeit für das Tier, das nicht selten schließlich im Tierheim landet. Unter dieser Trennung leiden meist beide, Tiere genau wie ihre Halter. „Würde es aber Unterstützung von anderen geben, könnten die Tiere bei ihrer Familie bleiben und dabei wollen wir helfen“, erklärt sie das neue Projekt, das schon nach kurzer Zeit für viel Nachfrage sorgt.

Kostenlose Vermittlung

Und so funktioniert es: Das Tierheim sammelt Daten von Haltern und Helfern und vermittelt kostenlos. „Dann müssen die beiden selber sehen, wie oft und wie lange der Pfotengeher gebraucht wird und ob es dafür eine Aufwandsentschädigung geben soll“, so Haase. Wichtig sei ihr, dass alle Pfotengeher vorab ein mehrstündiges Seminar im Tierheim absolvieren, um die Grundlagen für den Umgang mit Hund und Katze zu lernen. Daher sind in der Anfangszeit des Projektes nur geschulte und ehrenamtliche Gassigeher und Katzenstreichler im Einsatz.

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