Kieler Woche Gondoliere

Ein Hauch von Venedig in Kiel

Foto: Die venizianische Renngondel von Uwe Kunze aus Stade ist eine ungewöhnliche Attraktion zur Kieler Woche.

Die venizianische Renngondel von Uwe Kunze aus Stade ist eine ungewöhnliche Attraktion zur Kieler Woche.

Kiel. Wer dem Trubel der Stände und der Konzerte entfliehen und die Landeshauptstadt während der Kieler Woche auch einmal von ihrer ruhigen Seite erleben will, hat dazu bei Uwe Kunze, genannt Carlo, Gelegenheit. Der Stader bietet in diesem Jahr zum ersten Mal Gondeltouren auf dem Kleinen Kiel an. „Der gleichmäßige Ruderschlag macht die Gondel zu einer Wiege auch für Erwachsene“, sagt Kunze, stilecht mit maritim gestreiftem Hemd und Strohhut bekleidet.

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Uwe Kunze absolvierte seine Gondoliere-Ausbildung in Venedig

Dabei ist der 59-Jährige mittlerweile Gondelprofi, hat aus seiner Ruderpassion eine Profession gemacht. „Ich habe mich in Venedig der Gondoliere-Prüfung unterzogen“, sagt er. Nach zwei Jahren Vollzeit-Ausbildung wurde dem deutschen Uwe dort der italienische Name Carlo gegeben. Das sei für die Venezianer leichter auszusprechen. Seither ist er berechtigt, Gästen die Kanäle der Stadt zu zeigen. Dabei sieht er durchaus Gemeinsamkeiten zwischen Kiel und der Stadt an der Adria: „Der Rathausplatz lehnt sich in seiner Gestaltung und den Maßen an die Piazzetta in Venedig an."

KN-online testet die Gondel auf dem Kleinen Kiel

Wie fährt es sich in der Gondel auf dem Kleinen Kiel und kommt auf dem Internationalen Markt Italienflair auf. KN-online hat es getestet.

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Auch Promis fuhren bereits bei dem Gondoliere mit

Heute bietet der Stader, der auch einige Jahre in Kiel gelebt hat, regelmäßig Fahrten in seine Heimatstadt an, reist mitsamt seiner Gondel aber auch immer wieder ins Ausland. So ruderte er zum Beispiel zum Thronjubiläum der Queen im Jahr 2012 über die Themse und hatte so illustre Gäste wie Senta Berger und Henry Hübchen an Bord.

Kunze, der die mit sechs Personen bis zu 1,5 Tonnen schwere Fuhre allein per Muskelkraft in Fahrt bringt, fährt die Gondel ausschließlich selbst. „Frau und Gondel verleiht man nicht“, sagt er lächelnd. Dabei ist die Fahrt durchaus eine sportliche Herausforderung für den 59-Jährigen. „Kiel kann wegen des Windes durchaus anspruchsvoll sein“, sagt er. Die Kunst sei, die Gondel am Anleger wieder sanft zum Halten zu bringen. „Sonst splittert das Holz“, sagt er über die seit 1000 Jahren überlieferte Konstruktion. So auskunftsfreudig Kunze auch ist, auf seiner Gondel herrsche weitgehend Ruhe. „Fragen beantworte ich kurz und knapp, ansonsten sollte die Stille genossen werden“, gibt er angehenden Mitfahrern mit auf den Weg.

Die täglichen Touren auf dem Kleinen Kiel dauern etwa 15 Minuten

Wem das Lust auf eine kleine Tour gemacht hat, kann noch bis Sonntag die Gelegenheit ergreifen, mit Carlo über den Kleinen Kiel zu gondeln. „Wir fahren während der Kieler Woche jeden Tag von 14 bis ungefähr 21 Uhr“, sagt Kunze. Ungefähr 15 Minuten lang gehe die Tour, die besonders bei Hoftheater-Publikum und Pärchen beliebt sei.

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Von Marc Hofmann

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